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Keine unsachgemäße Müllentsorgung durch Flüchtlinge

Ilsede Keine unsachgemäße Müllentsorgung durch Flüchtlinge

Groß Ilsede. Sind Flüchtlinge, die in der Gebläsehalle leben, für eine unsachgemäße Müllentsorgung auf dem ehemaligen Ilseder Hüttengelände verantwortlich? Schreiben, in denen solche und andere Behauptungen pauschal über Asylsuchende aufgestellt werden, erreichen beinahe täglich die Redaktion.

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Das Ilseder Hüttengelände.

Quelle: Andre Bullwinkel

Groß Ilsede. „Von einer unsachgemäßen Müllentsorgung in großem Stil auf dem Gelände der Ilseder Hütte durch die in der Gebläsehalle untergebrachten Flüchtlinge kann nicht die Rede sein“, entgegnet Kreissprecher Henrik Kühn.

Natürlich sei es so, dass die dort lebenden Menschen in der ersten Zeit möglicherweise Schwierigkeiten mit den hier geltenden Regeln zur Mülltrennung- und Entsorgung hätten. „Wenn entsprechender Bedarf auftritt, weisen wir darauf hin und stellen in aller Regel fest, dass einem etwaigen Missstand durch die jeweiligen Personen auch abgeholfen wird.“

Unsicherheiten bemerke die Kreisverwaltung im Rahmen ihrer integrativen Hilfestellung auch bei vielen anderen „für uns alltäglichen Fragestellungen“, erklärt Kühn. „Diesen begegnen wir neben ganz individuellen Hilfen unter anderem auch mit unserem ‚Refugee-Guide‘ und in Kürze mit der dann eigenes erstellten ‚Welcome-App‘.

Was man aber auch registriere, sei die Verbreitung von Halbwahrheiten und Geschichten nach Hörensagen, die mit den Tatsachen nichts zu tun hätten.

Kühn sagt: „Jedem sollte bewusst sein: Es befindet sich der ganze Querschnitt einer Gesellschaft aus einem anderen Kulturkreis auf der Flucht, sodass eine einzig mögliche Bewertung und Deutung schlichtweg nicht möglich ist. Doch das ändert nichts daran, dass es hier in Gänze um Hilfesuchende geht. Wir wissen auch, dass es natürlich Hilfesuchende gibt, die nicht aus Krisengebieten kommen und die keinen Rechtsanspruch auf einen Aufenthalt bei uns haben - diese verlassen das Land entweder freiwillig wieder oder werden ausgewiesen. Das Verbreiten von Gerüchten aber ist völlig überflüssig, denn es ist ohne Gerüchte schon schwierig genug für die Flüchtlinge.“

mir

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