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Karl Ahrens malt seine letzte Scheibe

Groß Ilsede Karl Ahrens malt seine letzte Scheibe

Seit 18 Jahren malt er durchgängig die Schützenscheiben für den KKS Groß Ilsede. Jetzt will Karl Ahrens die Malermütze an den Nagel hängen, er hat seine letzte Scheibe gemalt.

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Der Künstler und sein Auftraggeber im Atelier: Karl Ahrens (rechts) und Günter Warmbold mit der KKS-Schützenscheibe.

Quelle: cb

Groß Ilsede . Gemütlich ist es in der kleinen Laube hinterm Haus. Es ist das Atelier von Karl Ahrens: Ein gerade Mal zwei Schritte großer Holzverschlag mit Fenstern. An der Wand hängen Bilder, auf der Bank liegen Tuben mit Ölfarbe und jede Menge Mal-Utensilien gibt es hier.

Auf dem Tisch steht die Kleinkaliber-Sportvereins-Scheibe von 2010 – die letzte Scheibe, die Karl Ahrens malt: „Die Zeit kann ich mir nicht mehr erlauben“, sagt der 84-Jährige.

In Groß Ilsede geht damit eine kleine Epoche zu Ende: „Das ist sehr schade“, findet Günter Warmbold, ehemaliger Schießwart beim KKS und Freund von Ahrens. Er hat vor 18 Jahren erstmals den Ilseder beauftragt eine Scheibe für den Verein zu malen – überall im Ort hingen seitdem Ahrens-Scheiben an den Königshäusern. Die meisten sind nun im Vereinsheim aufbewahrt.

Gemalt hat Ahrens aber schon lange vorher: „Das ist ein kleiner Tick von mir“, sagt er schmunzelnd. Bereits zu Schulzeiten hat er Zeichnungen und Aquarelle gemalt – und damals sogar ein Bild für zehn Mark verkauft.

Zu der „Scheiben-Malerei“ kam Ahrens zufällig: In einem Ilseder Betrieb fand er eine alte Schützenscheibe mit einem Hirschkopf als Motiv – „die sah sehr schön aus, vergammelte aber. Da hab ich sie einfach mitgenommen und restauriert“, sagt Ahrens und Warmbold ergänzt: „Die Scheibe hängt heute noch in der Dorfstraße.“

Nach und nach kamen immer wieder Bekannte auf ihn zu, um ihn als Scheibenmaler zu engagieren, doch damit soll jetzt Schluss sein. Ahrens will sich um seine Frau kümmern: „Ihr geht es zurzeit nicht besonders und sie braucht meine Hilfe – da kann ich nicht die ganze Zeit in hier unten in der Laube sein.“ Sein Freund Günter Warmbold kann diese Entscheidung verstehen, verzichtet aber nur ungerne auf den treuen Scheiben-Maler: „Wir bedauern das sehr und sind jetzt auf der Suche nach einem Nachfolger.“

sip

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