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Kalifornien: Zwischen „Spookfest“ und „Try Outs“

Ilsede Kalifornien: Zwischen „Spookfest“ und „Try Outs“

Groß Bülten. Von Groß Bülten in die große weite Welt: Für zehn Monate tauscht PAZ-Mitarbeiterin Celine Wolff die Beschaulichkeit der Ilseder Ortschaft mit dem Trubel in Kalifornien. In der PAZ berichtet sie davon.

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Celine in Kalifornien - mit ihrer neuen Gastfamilie.

Quelle: oh

„Nach einem kleinen Tief läuft jetzt alles richtig gut. Ich habe nach zwei Monaten meine Gastfamilie gewechselt und habe somit jetzt eine Gastschwester, die ein Jahr älter ist als ich, und zwei Hunde. Ich habe die Erkenntnis gewonnen, dass alle Menschen unterschiedlich sind und es manchmal nicht so funktioniert, wie man es sich vorstellt. Nun lebe ich seit zwei Wochen in meiner neuen Familie und fühle mich wie eine zweite Tochter.

Bevor ich aber in meine neue Gastfamilie gekommen bin, habe ich eine Woche bei meiner Betreuerin verbracht - es war eine der besten Wochen hier. Ich habe das erste Mal amerikanische Cookies gebacken und bin das erste Mal selber mit einem Golfcart gefahren, was mit Abstand die lustigste Aktion der ganzen Woche war. Der Höhepunkt war dann das College-Footballspiel der Fresno State Bulldogs gegen das Team der Universität von Nevada Las Vegas (UNLV). Die Atmosphäre ist in einem Stadion mit etwa 41 000 Zuschauern ganz anders als bei den High School Footballspielen, wobei ich jedes einzelne Spiel genieße. Leider rückt das letzte Spiel immer näher, aber das wird nochmal richtig gut. Wir spielen gegen unseren Erzrivalen, ein Stadtduell und es ist Seniornight. Das heißt, die Abschluss-Schüler haben ihr letztes Footballspiel. Ich bin schon ganz gespannt.

Mein erstes richtiges Halloween habe ich auch überstanden. Die Häuser waren schon lange vor dem Fest gruselig geschmückt und in den Geschäften waren die Süßigkeiten reduziert. Am Halloweentag hatten wir ein ‚Spookfest‘ in der Schule. Von allen Clubs der Schule haben sich Mitglieder verkleidet und dann in der Sporthalle mit den Grundschulkindern Spiele gespielt. Die Austauschschülerinnen aus Brasilien und Norwegen und ich haben uns als Teletubbies verkleidet, ein begehrtes Fotoobjekt!

Das lange Wochenende wegen Halloween tat richtig gut. Schließlich habe ich vier bis fünf Mal die Woche Basketballtraining, das sehr anstrengend ist. Aber es macht Spaß, die ,Try Outs‘ (Training, bei dem die Trainer entscheiden, wer in der Mannschaft spielen kann) habe ich überstanden und gehöre jetzt zu einem richtigen Team. Die Saison beginnt im Dezember, dann ist die Herbstsaison, zu der die Footballspiele gehören, zu Ende. Dann heißt es zwei Spiele pro Woche bis Februar. Ich freue mich schon, wenn ich über mein erstes Spiel in der Sporthalle ‚Home of the Stallions‘ berichten kann.“

cw

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