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Interessante Lesung in Kapelle

„Tagebücher meines Großvaters“ Interessante Lesung in Kapelle

„Das Leben eines Zeitzeugen - Die Tagebücher meines Großvaters“ - unter diesem Titel las Sigurd Gumlich auf Einladung des Kulturvereins Ilsede in der Kapelle in Bülten. Etwa 30 Besucher hörten interessiert zu.

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Viele Zuhörer waren zu der Lesung in die Kapelle Bülten gekommen.

Quelle: Foto: Laura Ludwig

Bülten. In den Tagebüchern beschreibt der am 9. September 1873 in Fichtenberg-Mühlberg geborene Bruno Gumlich sein Leben von 1883 bis kurz vor seinem Tod 1937. Seine Eltern waren Bauern. Schon als Bruno in die zweite Klasse ging, bemerkte sein Lehrer, was für ein kluges und aufgewecktes Kind er war. Neben der Schule bekam Bruno Gumlich Klavier,- und Französischunterricht. Die Eltern wussten, dass ihr Kind nichts für die Landwirtschaft übrig hatte und beschlossen, nach Berlin zu ziehen, damit ihr Sohn Abitur machen konnte.

„In Berlin hat mein Großvater dann Karriere gemacht. Er ist sogar Präsident der Auslandsdeutschen geworden, er war Schulleiter einer Jungenschule in Charlottenburg. Seine Arbeit war sehr vielseitig, er hat sogar Bücher geschrieben. Mein Großvater war sehr engagiert und in vielen Organisationen tätig“, erklärt Sigurd Gumlich. Als der Umschwung vom Kaiserreich zur Demokratie bevorstand, war Bruno Gumlich einer, der die Arbeiter aufklärte und den Menschen die Wichtigkeit der Demokratie verständlich machte. „Die Nationalsozialisten haben ihm das Leben schwer gemacht. Er war schwer herzkrank und ihm wurden Dinge unterstellt, die nie geschehen sind. Er wurde zwar vollkommen rehabilitiert, hat aber seinen Posten nie wieder bekommen“, erklärte Sigurd Gumlich weiter.

„Er war dabei, als der Dom in Berlin gebaut wurde, er hat die Kaiser noch erlebt und hat auch die Reaktionen der Bevölkerung auf Kaiser Wilhelm II. erwähnt, der bei der Bevölkerung gar nicht gut angesehen war, weil Bismarck abserviert wurde. Das hat er alles erlebt und durch seine vielen, vielen Vorträge versucht, ins Volk zu tragen“, beschreibt Gumlich. Der Enkel habe den Großvater zwar nie kennengelernt, „aber ich fühle mich ihm durch die Tagebücher eng verbunden. Dieses Buch ist ein wahnsinniger Schatz“, schloss Sigurd Gumlich.

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