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„In Ilsede war es am schönsten!“

„In Ilsede war es am schönsten!“

Ilsede. „Wirklich, das ist jetzt nicht geschleimt: Die sechs Jahre in Ilsede waren die schönsten meiner gesamten Dienstzeit!“ Gerhard Niebel, Erster Polizeihauptkommissar und seit 2007 Dienststellenleiter der Polizeistation Ilsede lehnt sich zurück und wirkt so vital und tatendurstig, als hätte er noch mindestens zehn Jahre seiner beruflichen Karriere vor sich. Indessen: „In den Dienstplänen für August komme ich nicht mehr vor.“ Denn Ende Juli endet Niebels Dienstzeit - nach 44 Jahren.

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Der „Kapitän“ und seine Mannschaft: Gerhard Niebel in der Ilseder Polizeidienststelle.

Quelle: im

Im Oktober 1968 trat er als 17-Jähriger den Dienst an, den der Vater für ihn ausgesucht habe - und dem man damals nicht widersprach. „Mein Vater wollte mich beruflich gut aufgehoben wissen“, erläutert der Polizist. Allerdings muss er feststellen, dass die Polizei und er keineswegs die „Liebe auf den ersten Blick“ empfanden. „Aber wir haben uns aufeinander zubewegt und uns in der Mitte getroffen.“

Niebel leidet anfangs in der Polizeischule stark unter dem damals üblichen Drill und der militärischen Disziplin und versteht diese Art der Ausbildung bis heute nicht. Das im späteren Dienst so entscheidende selbstständige Denken und die Fähigkeit, im Ernstfall spontan richtig zu entscheiden, lerne man nach seiner Erfahrung so jedenfalls nicht.

Erfreulicher Weise habe sich die Ausbildung längst zum Positiven entwickelt, die Polizei sich insgesamt verändert und sei demokratischer geworden, sagt er rückblickend. Er erzählt von 15 Jahren im Schichtdienst, über seine Zeit als Leiter der Autobahnpolizei Salzgitter, als Stations-Chef in Salzgitter Thiede und sein Engagement als freigestellter Personalrat in Braunschweig.

Dass für den in Salzgitter aufgewachsenen Polizisten ausgerechnet Ilsede als sein letzter Dienstort das Highlight seiner Karriere werden könnte, führt er „auf die Mannschaft“ zurück, die „sich hier so grandios mit ihrer Aufgabe identifiziert, wie ich es wirklich auf noch keiner Dienststelle erlebt habe“.

Der Ausblick auf sein Dasein als Pensionär erscheint ihm eher nebulös. Gespannt auf den neuen Lebensabschnitt sei er und wolle die Chance wahrnehmen, dort anzukommen und dies bewusst wahrzunehmen.

Nun verbauen den Eheleuten Niebel keine Dienstpläne mehr ihr Hobby, als Camper die Welt zu entdecken. Und da seien ja auch noch die mehrfachen Motorrad-Touren mit den Freunden. „Frau Niebel hat auch schon einen Reparaturstau am Haus dokumentiert“, fügt er hinzu und „intellektuelle Beschäftigung“ stehe außerdem auf seinem persönlichen Beschäftigungsplan: Tatendurst für die ersten 44 Dienstjahre als Pensionär.

uj

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