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Ilseder Lebensretter zu Gast in Berlin

Ilsede Ilseder Lebensretter zu Gast in Berlin

Ein Bahnbeamter bricht auf dem Bahnsteig zusammen, Schüler und Lehrer aus Ilsede setzen einen Notruf ab, leisten Erste Hilfe – und retten dem Mann vielleicht sogar das Leben. Um Dankeschön zu sagen, hatte die Bahn die Gruppe jetzt nach Berlin eingeladen.

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Ulrich Weber, Personalvorstand der Deutschen Bahn, überreichte dem Ilseder Schüler Sherian Hajdari ein kleines Geschenk. Rechts: Sein Mitschüler Kevin Schmidt, der den Notruf abgesetzt hat.

Quelle: privat

Ilsede . Diesen Tag werden die Schüler und Lehrer der Schule am Sportzentrum so schnell nicht vergessen. Es war Freitag, 5. Februar, und die 60 Mädchen und Jungen der Förderschule warteten gerade am Bahnsteig in Braunschweig auf den Zug nach Wolfsburg, um dort das Wissenschaftsmuseum Phaeno zu besuchen.

Alles ging ganz schnell: Der Bahnbeamte fiel offenbar nach einem epileptischen Anfall in Ohnmacht. Daraufhin setzte der 14-jährige Kevin Schmidt sofort einen Notruf von seinem Handy ab.

Kevin und seine Mitschüler Mirko Flegel und Sherian Hajdari liefen zum Bahnhofseingang und warteten dort auf die Rettungssanitäter. Kurz zuvor hatten sie im Unterricht gelernt, dass die ersten Minuten nach einem Unfall über den weiteren Verlauf einer akuten Erkrankung oder Verletzung entscheiden können, da in dieser Zeit meist weder der Rettungsdienst noch andere Fachkräfte vor Ort sind.

Die Lehrerinnen Hiltrud Mokrys und Karin Grübler leisteten Erste Hilfe, brachten den Mann in die stabile Seitenlage und sprachen ihn an, worauf er allerdings keine Reaktion zeigte. Der 15-jährige Matthias Reschke, ausgebildeter Schulsanitäter, stellte seinen Rucksack zur Lagerung zur Verfügung und bot seine Jacke als Decke an, da es eiskalt war. Der Beamte blutete stark aus einer Kopfwunde.

Der Schaffner des Zuges nach Wolfsburg bat die Gruppe irgendwann in den Zug einzusteigen, da die Verspätung sonst zu groß werden würde. Die Schüler weigerten sich jedoch, da sie auf die Rettungssanitäter warten wollten.

Karin Grübler besorgte einen Erste-Hilfe-Koffer und eine Decke. Nach etwa zehn Minuten trafen die Rettungssanitäter vor dem Bahnhof ein, wo sie von den Schülern empfangen und zum Bahnsteig gebracht wurden.

Wortlos wurde der immer noch nicht ansprechbare Verletzte den Sanitätern übergeben. „Wir waren alle sehr betroffen und hofften, dass die Rettungssanitäter dem Mann helfen konnten“, erinnern sich Schüler und Lehrer.

Da die Helfer-Gruppe sehr daran interessiert war, zu erfahren, wie es dem Mann geht, schrieb sie einen Brief und eine E-Mail an die Bahn. Nach ein paar Wochen meldete sich schließlich der Beamte, erzählte, dass es ihm gut geht und bedankte sich.

Daraufhin nahm die Bahn Kontakt mit der Schule auf und lud die Schüler und Lehrer einen Tag nach Berlin ein, um Dankeschön zu sagen. Es gab eine Rundfahrt, eine Essen und kleine Geschenke: „Ein toller Tag, für den wir uns bei der Bahn herzlich bedanken möchten“, waren sich hinterher alle einig.

mic

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