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Ilseder Kulturverein besuchte Unesco-Weltkulturerbe

Ilsede Ilseder Kulturverein besuchte Unesco-Weltkulturerbe

Ilsede. Nach Alfeld und Hildesheim reisten jetzt 50 Mitglieder und Freunde des Kulturvereins Ilsede.

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Impressionen der Entdeckungsreise: Die Ilseder Kulturgruppe vor der Lateinschule in Alfeld.

Quelle: oh

Auf der von Wolfgang Fery geplanten und geleiteten Besichtigungstour stand zunächst das Faguswerk Alfeld auf dem Programm. Die Fabrik für Schuhleisten besteht bereits seit 1911 und wurde 2011 zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt. Der damals noch unbekannte Architekt Walter Gropius verwirklichte mit seinem Erstlingsbau die Vorstellungen des Alfelder Firmengründers Carl Benscheidt senior von einer humanen Arbeitswelt zum Wohle des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Das Faguswerk gilt als der erste moderne Industriebau der Welt und wird als Geburtsort der Bauhaus Architektur angesehen. In dem industriellen Baudenkmal werden heute noch Fagus-Schuhleisten, aber auch Mess- und Brandschutzsysteme hergestellt. Im ehemaligen Lagerhaus des Werkes werden auf 3000 Quadratmetern Fläche mehrere Ausstellungen präsentiert, unter anderem zu Themen aus der Firmengeschichte oder von Originalmöbeln aus der Dessauer Bauhaus-Werkstatt.

Anschließend führte die Entdeckungsreise nach Hildesheim, wo die Kulturinteressierten die Basilika St.-Godehard, die zwischen 1133 und 1172 erbaut worden ist, besichtigten. Im Zweiten Weltkrieg fast unversehrt geblieben, gehört sie zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Papst Paul VI. hat der Kirche 1963 wegen ihrer Bedeutsamkeit den Ehrentitel einer Basilica minor verliehen.

Letzter Besichtigungspunkt in Hildesheim war die St.-Mauritius-Kirche, eine ehemalige Stiftskirche, mit ihrem gänzlich erhaltenen Kreuzgang, dessen älteste Partien im 11. Jahrhundert erbaut wurden. Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer von dem vor wenigen Jahren neu gestalteten Klostergarten im Innenhof mit seinem neuen Brunnen. Letzterer entstand aus einer Kombination alter und neuer Elemente, wie einer altehrwürdigen Stele mit dem Abbild von Bernhard von Clairvaux. „Die Schönheit der Anlage und die von ihr ausgehende wohltuende Ruhe empfanden die Ilseder Besucher als eine Oase am Rande der pulsierenden Großstadt“ sagte Fery.

rd

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