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Ilsede: Neubau oder Sanierung der alten Schulen?

Neubau günstiger - aber Altbauten näher am Wohnort Ilsede: Neubau oder Sanierung der alten Schulen?

Sollen die alten Grundschulen in Gadenstedt, Groß Lafferde und Adenstedt saniert werden - oder wäre ein Neubau, der alle drei bisherigen Standorte ersetzt, effizienter? Darüber wurde am Montagabend im Schulausschuss im Ilseder Rathaus ausgiebig diskutiert.

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Sanierungsbedürftige Schulen: Die 1910 erbaute Grundschule Adenstedt ist eine von dreien, die durch einen einzigen Neubau ersetzt werden könnten.

Quelle: Mirja Pohlreich (Archiv)

Ilsede. Einen Vortrag zur Machbarkeitsstudie lieferte Architekt Carsten Grobe aus Hannover. „Erfahrungen haben gezeigt, dass alte Gebäude oft nur schwer und kostenintensiv zu sanieren sind“, sagte er. Die Schule in Gadenstedt wurde 1950 erbaut, die Schulen in Adenstedt und Groß Lafferde hingegen sind aus dem Jahr 1910 - und stehen unter Denkmalschutz, was eine Sanierung wegen der behördlichen Auflagen erschweren würde, wie Grobe erklärte.

„Es müssen viele Punkte bei der Sanierung der Schulen beachtet werden: unter anderem die aktuelle Brandschutzverordnung, eine barrierefreie Erschließung, die Dämmung und die Hygieneverordnung“, so der Architekt. Er stellte die überschlagenen Gesamtkosten des möglichen Neubaus und den Sanierungen gegenüber. Diese beinhalten die baulichen Maßnahmen und die laufende Kosten.

Auf die kommenden 30 Jahre hochgerechnet würden die drei sanierten Schulen schätzungsweise 11 Millionen Euro kosten, die bauliche Maßnahme selbst nähme davon 2,5 Millionen Euro ein. Der Neubau einer Schule würde hingegen 6 Millionen Euro kosten, allerdings ohne Grundstückskosten und Erschließung. Betont wurde außerdem, dass bei dem Plan zur Sanierung noch kein möglicher Umbau zu Ganztagsschulen einkalkuliert sei - beim Neubau hingegen sei das der Fall.

„Die Entscheidung, in was wir investieren, steht noch aus“, betonte Otto-Heinz Fründt (SPD), Bürgermeister der Gemeinde Ilsede. Mit seinem Beschluss sei voraussichtlich frühestens Ende 2017 zu rechnen. Zudem sei man derzeit erst beim ersten Baustein der Planung, eine schriftliche Elternbefragung solle auch noch folgen.

Zahlreiche Bürger waren während der Ausschusssitzung anwesend. Sie machten klar: Der Erhalt der alten Schulen liegt ihnen am Herzen - schon allein, weil die Kinder dann keine weiteren Schulwege auf sich nehmen müssten.

dn

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