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„Ich fühlte mich wie in Watte gepackt“

Münstedt „Ich fühlte mich wie in Watte gepackt“

Münstedt. Die Welt ist ein Dorf. Einer begegnet seinem Nachbarn in der New Yorker Oper, der Kunde schlägt neben dem Dorf-Bäcker-Ehepaar seiner Heimat den Schlafsack in der kanadischen Wildnis auf - und der Vorsorge-Patient findet sich beim Tauchkurs in Australien an der Seite seines Urologen nebst Sprechstundenhilfe wieder.

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Die gebürtige Münstedterin Meike Hantelmann und Chris Menzel haben auf dem Kreuzfahrtschiff „Emerald Princess“ geheiratet.

Quelle: oh

All solche verblüffenden Begegnungen sind nichts gegen Meike Hantelmanns Sprachlosigkeit, als der gebürtigen Münstedterin und Familienspross der bekannten Garten- und Pflanzenliebhaber Irmgard und Karl-Heinz Hantelmann im Hard-Rock-Cafè im texanischen Houston nicht nur ihr Vater sondern auch ihre Mutter über den Weg lief - jene, die jedwede Teilnahme an Fernreisen stets rigoros abgelehnt hatte. „Ich war völlig verwirrt und gleichzeitig so glücklich“, erzählt die 37-jährige Wirtschaftswissenschaftlerin, die Ende März mit ihrem Lebensgefährten Chris Menzel den texanischen Ort für den Beginn einer Schiffsreise ausgewählt hatte. Als dann aber immer mehr Familienmitglieder und Freunde in dem Musik-Cafè auftauchten, habe sie bereits geahnt, dass ein epochal-familiäres Großereignis anstehen könnte.

„Ich wusste damals zwar schon, wen ich heiraten würde, aber nicht wann“, erzählt sie augenzwinkernd. Der Gatte in spe hatte es sich derweil zur Aufgabe gemacht, eine Hochzeit unter südlicher Sonne mit der gleichzeitigen Anwesenheit seiner Schwiegermutter zu kombinieren - angesichts der speziellen Entfernungsbeschränkung kein leichtes Unterfangen.

Getreu dem Motto „Reden hilft“ gelingt es dem wortgewandten Unternehmer in entspannter Atmosphäre seine Schwiegermutter sowohl für die Reise als auch als „Mit-Täterin zu gewinnen. „Meikes größter Wunsch war nämlich, ihre Mutter bei der Trauung dabei zu haben“, erläutert er und lächelt seiner ehemaligen Braut zu. „Ich fühlte mich wie in Watte gepackt“, ergänzt jene, als sie erst an Bord des Kreuzfahrtschiffes von ihrer unmittelbar bevorstehenden Hochzeit erfahren habe.

Logistisch sei dieser Überraschungs-Coup für den Bräutigam ein beinahe „unmöglicher Auftrag“ gewesen, ist man sich mit der zur Fernreise bekehrten Schwiegermutter einig. Zwar sei das Hochzeitskleid bereits angeschafft worden, aber „packen Sie so etwas knittersicher in einen Koffer und vor allem so, dass es daheim niemand merkt“, sagt die damals zur Geheimhaltung verpflichtete Brautmutter.

Und nicht nur das, denn die Reise ist gespickt mit Anekdoten, von einem verschwundenen Hochzeitsanzug, den kurz vor der Zeremonie offenbar untergetauchten „Ringträger“, über endlose Erklärungsnöte, die kurzfristige Beschaffung von reizvoller Lingerie, die Erlebnisse mit dem „Hairstyle-Artist“ und über die Suche nach einem farblich adäquaten Lippenstift - bis es am 30. März zu dem alles entscheidenden „Yes“ kommt: Vor dem italienischen Kapitän des Kreuzfahrtschiffes „Emerald Princess“, mit Kurs auf Mexiko.

Vor wenigen Wochen ist das Paar wieder an seinen Wohnort Langenhagen zurückgekehrt. Bis aus „Frau Hantelmann“ auch behördlicherseits „Frau Menzel“ wird, ist zwar noch immer gewisser international-administrativer Schriftwechsel erforderlich. Die Liebe und die Einigkeit der beiden Hochzeiter über die „richtige“ Hochzeitsreise im Sommer leidet darunter keineswegs: Eine Kreuzfahrt auf dem Mittelmeer.

uj

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