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Hunde-Attacke: Geschädigte will Unterschriften sammeln

Ilsede Hunde-Attacke: Geschädigte will Unterschriften sammeln

Groß Ilsede. Die Beißattacke eines Hundes in der Dorfstraße vor etwa eineinhalb Wochen beschäftigt weiterhin die Menschen vor Ort.

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Symbolbild: Ein Staffordshire-Terrier.

Eine Anwohnerin hat sich bei der PAZ gemeldet und berichtet, dass viele Bewohner weiterhin Angst hätten. „Vor allem die Kinder trauen sich kaum noch, draußen zu spielen“, sagt die Frau, die ihren Namen nicht in der Zeitung lesen möchte. „Wir appellieren an die Hundehalterin, dass sie dem Tier immer einen Maulkorb anlegt.“

Auch die Geschädigte will in der Sache weiter aktiv werden. Sie plant eine Unterschriften-Aktion gegen die Hundehaltung in dem konkreten Fall.

Das war passiert: Zu einer schweren Beißattacke war es am Freitag, 18. Juli, in der Groß Ilseder Dorfstraße gekommen. Gegen 17 Uhr wurde eine 57-Jährige von einem aggressiven Hund angefallen und durch den Biss des Tieres schwer verletzt. Auch ihr eigener Hund, ein Chihuahua-Mischling, mit dem sie gerade spazieren war, wurde verletzt. Der attackierende Hund, es soll sich um einen Staffordshire-Terrier handeln, soll sich unvermittelt von der Leine seiner Halterin gerissen und die 57-jährige Groß Ilsederin angegriffen haben. Die verletzte Ilsederin wurde daraufhin ins Krankenhaus gebracht, wo sie operiert wurde. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung gegen die Hundehalterin, weitere Maßnahmen sind Sache des Veterinäramtes des Landkreises Peine.

Dort ist man bereits aktiv geworden. „Im Zuge der konkreten Ermittlungen führten die Mitarbeiter des Veterinäramtes unter anderem mehrere Telefonate mit der verletzten Frau“, sagt Kreissprecher Henrik Kühn. „Der Tollwut-Impfstatus des Hundes wurde kontrolliert. Im Hinblick auf eine mögliche weitere Gefährdung der Öffentlichkeit wurden die Haltungsbedingungen des Hundes vor Ort sowie die Beschaffenheit von Maulkorb und Leine überprüft und die nach dem Niedersächsischen Hundegesetz erforderlichen Maßnahmen angeordnet“, so Kühn. Die aktuelle Beißattacke sei übrigens der erste Vorfall mit diesem Hund, der im Veterinäramt bekannt geworden ist.

Der geschädigte Ilsederin reicht das aber nicht. „Ich fühle mich auch vom Veterinäramt alleine gelassen. Was, wenn der Hund wieder zubeißt?“, sagte sie gegenüber der PAZ. Deshalb will sie sich mit weiteren Anwohnern an das Ilseder Rathaus wenden und dort eine Unterschriften-Sammlung abgeben: „Wir wollen, dass diese Hundehaltung verboten wird“, fordert sie.

mu, sip

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