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Hobby-Serie: Torsten Fischer stellt Capoeira vor

Ilsede Hobby-Serie: Torsten Fischer stellt Capoeira vor

Ilsede. Hinter Capoeira steckt nicht nur ein faszinierender Kampftanz, sondern auch ein ganz eigener Lebensstil, den Torsten Fischer vor genau fünf Jahren kennen und lieben gelernt hat. Was den Ilseder Capoeira-Trainer genau an der zweiten Nationalsportart Brasiliens fasziniert, hat er im zweiten Teil der PAZ-Hobby-Serie einmal genauer erklärt.

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Torsten Fischer ist seit fünf Jahren leidenschaftlicher Capoerista.

Quelle: mgb

„Nachdem ich das erste Mal Capoeira gemacht habe, konnte ich Muskelgruppen spüren, die ich vorher gar nicht kannte“, sagt Fischer lachend und fügt hinzu: „Da hat mich sofort der Ehrgeiz gepackt, um weiterzumachen.“ Inzwischen ist der Trainer ein großer Fan der 400 Jahre alten Kampfkunst, bei der die Capoeirista - so nennen sich die Kampfsportler - ihre Flexibilität in sehr agilen, schwungvollen, starken und entschiedenen Bewegungen unter Beweis stellen.

Zur Geschichte: „Capoeira wurde in Brasilien von aus Afrika verschleppten Sklaven praktiziert“, erklärt Fischer. Diese hatten den bewaffneten Aufsehern der Zuckerrohrplantagen nichts als ihren Körper entgegenzusetzen, weshalb sie nach und nach eine Kampfsportart entwickelten, die eher nach einem akrobatischen Tanz aussah. „Da es den Sklaven verboten war, eine Kampfsportart zu erlernen, haben sie sich in einem Kreis - einer Roda - aufgestellt, um zwei in ihrer Mitte gegeneinander antreten zu lassen“, sagt Fischer.

Mittlerweile hat Capoeira wenig mit tödlichen Kampftechniken zu tun, es ist viel mehr ein athletisches Spiel, basierend auf einem System von Angriff und Verteidigung, bei dem zwei Capoeirista gegeneinander antreten. Musikalisch begleitet wird das Spiel von traditionellen Musikinstrumenten wie dem Berimbau. Fischer beherrscht dieses schon lange, denn „jeder Capoeirista muss das irgendwann einmal können, genauso wie das Singen der dazu passenden Lieder mit portugiesischen Texten.“

Für Außenstehende steht der 33-Jährige übrigens den bekannten Capoeiristas in nichts nach. Neben unglaublich hohen, schnellen Tritten beherrscht er auch schwierige einarmige Handstände und viele weitere atemberaubende akrobatische Übungen. „Derzeit übe ich aber noch Saltos“, gibt er offen zu, und: „Portugiesisch lernen muss ich auch noch.“

Besonders schätzt der Capoeirista seinen Sport für die Offenheit untereinander. In den „Capoeira-Spielen“ zählen nicht Vorurteile und Eitelkeiten, in den Rodas können auch gegensätzliche Capoeirista aufeinandertreffen, wie Mann, Frau und Kind. „Man muss nicht unbedingt zeigen, wer der Stärkste in der Roda ist - es geht eher um den Spaß an dem Spiel und den Wechsel zwischen Verteidigung und Angriff“, betont der Trainer. Des Weiteren gehört zum Capoeira-Kult, dass passionierte Capoeirista strikt auf Zigaretten und Alkohol verzichten.

„Ganz ehrlich? Ich kann mir einfach kein Leben ohne Capoeira vorstellen“, schmunzelt der 33-Jährige. Und das ist auch der Grund, weshalb Fischer in Ilsede noch lange Kurse anbieten will. „Wer weiß - vielleicht interessieren sich irgendwann mehr Leute dafür?“

mgb

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