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Heizen mit Strom? Beratung bei Verbraucherzentrale

Ilsede Heizen mit Strom? Beratung bei Verbraucherzentrale

Ilsede. Eine Energieberatung bietet die Verbraucherzentrale Niedersachsen in Ilsede am Mittwoch, 17. Februar, zwischen 9 und 18 Uhr an. Interessierte sollten schnell einen Termin vereinbaren.

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Thema Heizkosten: Die Verbraucherzentrale lädt zur Energieberatung an den Starterhof ein.

Quelle: A

„Seit Beginn der Heizsaison bevölkern sie wieder die Werbeseiten: elektrische Nachtspeicher- und Infrarotheizungen“, sagt Florian Lörincz, Energieberater der Verbraucherzentrale Niedersachsen. „Die Anbieter versprechen neben niedrigen Heizkosten auch hohen Komfort und eine gute Klimabilanz.“ Lörincz erläutert, was von den beiden Technologien zu halten ist.

Elektrische Nachtspeicherheizungen sollten, so die Theorie, künftig eine wichtige Rolle für die Energiewende spielen, indem Strom aus erneuerbaren Energien, etwa der Windkraft, in privaten Speicherheizungen „zwischengespeichert“ würde. „Die Idee ist gut“, bestätigt Lörincz. „In der Praxis ist sie aber leider schwer umsetzbar: In den entsprechenden Regionen sind gar nicht genug Speicherheizungen angeschlossen, um die Netze tatsächlich spürbar zu entlasten.“ Außerdem seien viele Anlagen nicht vom Netzbetreiber aus der Distanz regelbar - damit könnten sie gar nicht bei Bedarf zugeschaltet werden. „Darüber hinaus brauchen die Geräte nicht nur an den Tagen Strom, an denen überschüssige Energie verfügbar ist, sondern auch dann, wenn er knapp und teuer ist“, so der Experte. „So bleiben Nachtspeicherheizungen in erster Linie Strom- und Geldfresser.“

Als kostengünstige und umweltfreundliche Alternative zur Nachtspeicherheizung wird die Infrarot-Flächenheizung beworben. Lörincz: „Da sie mit einem etwas höheren Anteil Strahlungswärme heizt, reichen laut den Herstellern niedrigere Raumtemperaturen aus für ein behagliches Wohnklima.“ Allerdings verbrauche die Infrarotheizung vor allem tagsüber Strom, „zu derzeit durchschnittlich 25 Cent pro Kilowattstunde - zum Vergleich: Gas etwa 6 Cent pro Kilowattstunde, Heizöl und Holzpellets umgerechnet etwa 5 Cent. Diese hohen Betriebskosten werden auch durch die relativ niedrigen Anschaffungskosten nicht wettgemacht“, stellt der Energieberater klar.

„Generell sind Elektroheizungen also nur in wenigen Einzelfällen sinnvoll“, fasst Florian Lörincz zusammen. „Allerdings ist der Umstieg auf ein anderes Heizsystem auch nicht ganz unkompliziert, Leitungen müssen verlegt und Heizkörper montiert werden.“ Bevor über den Austausch der Heizung entschieden werde, sollten Verbraucher daher unbedingt eine unabhängige Beratung in Anspruch nehmen.

Infos und Anmeldung unter 0177/7078574 bei der Verbraucherzentrale, Beratungsstützpunkt Ilsede Starterhof, Ilseder Hütte 10.

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