Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Hauptschule: Platzproblem wegen Flüchtlingen

Groß Ilsede Hauptschule: Platzproblem wegen Flüchtlingen

Groß Ilsede. Die Groß Ilseder Hauptschule hat ein Raumproblem. Und das hat vor allem etwas mit den neuen Sprachklassen für Flüchtlinge zu tun. Es stehen nicht genügend Klassenräume zur Verfügung.

Voriger Artikel
Erinnerung vor „majestätischer Kulisse“
Nächster Artikel
Tausende Besucher strömten zum Herbstmarkt

Im Ilseder Schulzentrum sind Grund- und Hauptschule, Realschule und ein Gymnasium untergebracht. Die Hauptschule hat seit kurzem Raumprobleme.

Quelle: A

Deshalb wurden ein Bio- und ein Musikraum umfunktioniert, die nicht mehr für den normalen Unterricht genutzt werden können.

„Die Situation, was die Raumfrage betrifft, ist an der Hauptschule Ilsede angespannt“, sagt Heiko Sachtleben. Der Grünen-Politiker brachte das Thema im Kreisausschuss „Bildung“ zur Sprache. Ein Unterrichtsraum für Biologie und einer für Musik werden derzeit als Klassenräume genutzt und stehen nicht für den Fachunterricht zur Verfügung. „Dass die Fachräume nicht zur Verfügung stehen, finde ich mit Blick auf die Bildungsgerechtigkeit schwierig“, sagt Sachtleben.

Die neue Hauptschulrektorin Corinna Hollinger bestätigt: „Das Thema treibt uns um.“ Durch die Belegung der zwei Fachräume sei das Raumproblem zwar für den Moment gelöst, „aber das ist auf Dauer keine Lösung. Wir können nicht langfristig die Fachräume als Klassenräume belegen.“ 25 Flüchtlinge gehen aktuell in die sogenannte Sprachklasse. „Von der Schülerzahl her wären das eigentlich zwei Klassen. Aber wir haben gar nicht die nötigen Räume.“ Also gehen alle 25 Neu-Schüler in nur eine Klasse. Es sei damit zu rechnen, dass in Zukunft weitere Flüchtlinge als Neu-Schüler hinzukommen, betont Hollinger: „Wenn das passiert, können wir das nicht mehr alleine lösen. Das Problem muss jetzt schon gesehen werden.“

Das Gymnasium hat einen kleinen Raum zur Verfügung gestellt. Auf weitere Hilfe im Schulzentrum kann Hollinger erst einmal nicht hoffen. Dabei sei die Unterbringung vor Ort besonders wichtig: „Wir wollen die Schüler der Sprachklasse ja ins Schulleben und später den normalen Unterricht in den Regelklassen integrieren.“

Die ausbleibende Hilfe habe nichts mit fehlendem Willen zu tun, betont Realschul-Rektorin Sigrun Neckel: „Wir haben sechs Jahrgänge, die jeweils dreizügig sind. Das sind also 18 Klassen. Für die haben wir 18 Klassenräume zur Verfügung.“ Die Realschule habe also schlicht keine Räume über, die sie abgeben könne. „Wir würden gerne helfen, aber das geht leider nicht.“ Ähnlich sieht es am Gymnasium aus, sagt Rektorin Elke Heinzel: „Wir hatten einen Raum über, der für kleinere Lerngruppen geeignet wäre. Den haben wir zur Verfügung gestellt. Andere Kapazitäten haben wir nicht frei.“

Schulträger für alle drei Schulen ist der Landkreis Peine. Die Raumproblematik sei bekannt, bestätigt Kreissprecher Henrik Kühn. Eine Neuordnung der Raumverteilung am gesamten Schulzentrum sei derzeit aber nicht realisierbar. Allein schon, weil „alle Schulen eigene Bedarfe beanspruchen“. Der Kreis werde sich aber weiter mit dem Thema befassen, „um zu einer längerfristigen, einvernehmlichen Lösung zu gelangen“.

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ilsede

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung