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Handwerker wegen Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht

Ilsede Handwerker wegen Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht

Peine/Ilsede. Lediglich eine Art Preissenkung hat ein Handwerker aus Ilsede mit dem Widerspruch gegen einen Strafbefehl wegen Sachbeschädigung vor dem Amtsgericht Peine erreicht: Statt 30 Tagessätzen à 70 Euro muss er nur noch 20 Tagessätze zu 50 Euro zahlen. Die Änderung ergibt sich aus der anfangs höher geschätzten Schadenssumme. Doch der Ilseder will auch gegen dieses Urteil Rechtsmittel einlegen.

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Das Amtsgericht in Peine.

Quelle: A

Man stelle sich vor, man möchte gerade duschen. Da kommt plötzlich ein dicker Bohrer von hinten durch die Wandfliese. Die Frau des Hauses (52) wollte gerade die Dusche andrehen, als ihr solches widerfuhr. Rasch warf sie sich etwas über und rief die Familie herbei. Geistesgegenwärtig filmte der Schwiegersohn, wie sich der Bohrer ein zweites Mal durch die Kacheln arbeitete. Anhand dieses Videos und von Zeugenaussagen hatte das Gericht zu klären, ob der Angeklagte diese Sachbeschädigung mutwillig oder fahrlässig herbeigeführt hatte. Der Angeklagte wollte eigentlich nur in der an das Bad angrenzenden Garage ein Schwerlastregal mit 20 Zentimeter langen Schrauben sichern und benutzte dazu einen 40 Zentimeter langen Durchbruchbohrer. Der Feststellung des Staatsanwalts, als erfahrener Handwerker hätte er beim ersten Loch schon merken müssen, dass der Bohrer durchging, hielt der Angeklagte aufgebracht entgegen, er habe nicht ahnen können, dass die völlig durchfeuchtete Wand auch noch so dünn war. Außerdem tue ihm die Sache leid.

Sein Verhalten widersprach dieser Aussage, denn er ließ in der Verhandlung keine Zeugenaussage unkommentiert und fuhr sogar Staatsanwalt und Richter in die Parade. Einer Zeugin unterstellte er, sie wolle ihn ins Gefängnis bringen. Selbst Rufe des Richters zur Ordnung zeigten keine Wirkung. „Wir haben hier sehr emotionale Momente erleben dürfen“, begann der Verteidiger dementsprechend sein Plädoyer, das er mit einem Antrag auf Freispruch aufgrund der Geringfügigkeit des Vergehens beendete. Staatsanwalt und Richter kamen jedoch zu dem Ergebnis, dass es sich um eine mutwillige Sachbeschädigung gehandelt hatte. Der Richter gab dem Angeklagten mit auf den Weg: „Falls es zur Revision kommen sollte, rate ich Ihnen dringend, sich anders zu verhalten als heute hier.“

hui

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