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Gruppe aus Ilsede reiste nach Afrika

Ilsede Gruppe aus Ilsede reiste nach Afrika

Solschen. Der Solschener Pastor im (Un-)Ruhestand, Eckehard Fröhmelt, war im Januar mit einer Reisegruppe in Afrika unterwegs - Südafrika, Botswana und Simbabwe lauteten die Ziele. Für den Organisator von Fernreisen war es bereits der zwölfte Besuch auf dem schwarzen Kontinent.

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Eckehard Fröhmelt posiert mit einem „zahmen“ Geparden.

1997 besuchte er zum ersten Mal dienstlich eine Partnerkirche in Kenia. Anlass war die Einführung eines Bischofs, „die einer Königskrönung gleich kam“ und ihm die unbändige Freude afrikanischer Menschen vor Augen führte.

Diesmal, Anfang 2016, führte Fröhmelt eine Seniorengruppe, darunter zwei 80-Jährige, ins südliche Afrika, hauptsächlich zu Tierbeobachtungen in die berühmten Nationalparks im Norden Botswanas, im riesigen Okavango-Delta und am Chobefluss. Von dort war es nur noch ein Katzensprung zu den Viktoriafällen im Vierländereck Botswana, Simbabwe, Namibia und Sambia.

Weiter ging es schließlich in den Hwange-Nationalpark Simbabwes, in dem zigtausend Elefanten leben. „Wilderei an Elefanten und Nashörnern bleibt ein großes Problem“, schildert Fröhmelt. Über Bulawayo ging es zurück über die Grenze quer durch Ost-Botswana nach Südafrika in die Provinz Limpopo, 300 Kilometer von Johannesburg entfernt, wo die Reise ihren Ausgang genommen hatte. „Insgesamt fuhr die 18-köpfige Reisegruppe fast 4000 Kilometer mit einem altersschwachen Bus der Marke ‚Volksbus‘ von VW durch unglaublich grünes, von sattem Regen getränktes Land und auch durch die Halbwüste Kalahari und die staubige Makgadikgadi-Salz- Pfanne Botswanas. Nur dem erfahrenen Bus-Driver John aus Südafrika, der stoisch wie ein Buddha hinter seinem Lenkrad thronte und nicht einmal nervöse Anzeichen zeigte - so buschstachelig und felsig-rissig sich die Piste auch biegen mochte“, sagt der Ex-Pastor mit einem Schmunzeln.

Nach dem zwölfstündigen Anflug über Paris nach Johannesburg stand erst einmal ein Entspannungstag auf einer Lodge in Limpopo, einer mit Hütten bestückten Unterkunft in umzäumter Wildnis, auf dem Programm. „Das Besondere an dieser Lodge sind die vielen Löwen, die für Spielfilmzwecke dressiert sind. Nebenbei lassen sich jung aufgezogene Geparden streicheln“, berichtet Fröhmelt.

Am nächsten Tag aber begann das eigentliche Abenteuer: Tierbeobachtungen in den Nationalparks Botswanas und Simbabwes, unterbrochen vom Besuch der tosenden Viktoriafälle, die auf mehr als 1000 Metern ein unglaubliches Naturschauspiel bieten. Fröhmelt bekam mit seinen Mitreisenden so ziemlich alles vor Augen, was sich Afrikabesucher in ihren Vorstellungen erträumen: große Elefantenherden, grimmig blickende Büffel zu Hunderten, alle möglichen Antilopenarten, Krokodile und Hippos in Flüssen und sogar zwei Leoparden und einen Geparden, der gerade seine Beute, ein Warzenschwein, in den Schatten eines Baumes zog. In einem speziellen Reservat für Nashörner in Botswana kam man bis auf 20 Meter an die mächtigen Tiere heran, wobei sich Fröhmelt, den das Afrikafieber gepackt hatte, leichtsinnig zu Fuß auf die Tiere zu bewegte.

In den Matobo-Hills Simbabwes erwanderte die Safarigruppe einen hohen Felsen, in den vor 10 000 und mehr Jahren die Buschmänner mit roter Farbe ihre Tierjagden einritzten.

Ein Mitreisender feierte am letzten Tag der Tour seinen 80. Geburtstag in Afrika - was Fröhmelt fast etwas stolz machte. „Nicht das Alter zählt, sondern die Einstellung, das Vertrauen und der Mut zur eigenen Courage, so der gelernte Pastor. Und was daran fehlt, gleicht Fröhmelt seelsorglich mit Zuwendung aus und auch mal mit Tabletten und Tropfen aus seiner reichlichen Koffer-Apotheke. „Unterdrücke nicht überängstlich deine Potentiale“, rät er. „Das Leben ist in doppeltem Sinn einmalig.“

Und so plant der ideenreiche Pastor schon seine nächsten Reisen nach Kuba vom 7. bis 18. Mai und Griechenland vom 14. bis 24. September und lädt herzlich dazu ein ( Tel. 05172/ 9688056 ). Gerne berichtet er auch mit Laptop und Beamer in Gruppen über seine Reisen.

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