Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Gruft der Freiherren von Schwicheldt saniert

Ilsede Gruft der Freiherren von Schwicheldt saniert

Klein Ilsede. Mittlerweile ist es 30 Jahre her, dass in Klein Ilsede wilder Vandalismus herrschte und unbekannte Eindringlinge die Gruft unter der Kirche verwüsteten. Seitdem war der Zugang mit einem Schachtdeckel verschlossen und blieb jahrzehntelang unberührt.

Voriger Artikel
Trotz Protests: Ortsdurchfahrt wird erneuert
Nächster Artikel
Ilseder Wirtschaftsschau wurde abgesagt

Vor einem Jahr wurde begonnen, wieder einen würdigen Zustand der Gruft herzustellen.

Vor einem Jahr nun wurde begonnen, mit privaten und Stiftungsmitteln wieder einen würdigen Zustand der Gruft herzustellen. Ein Team aus Archäologen und Anthropologen war mehrere Tage damit beschäftigt, zerstörte Sargteile wieder zusammenzusetzen, mit den dazugehörigen Gebeinen zu belegen und alles in Dokumenten festzuhalten.

Die Gruft diente seit etwa 1600 der Familie der Freiherren von Schwicheldt als Erbbegräbnisstätte. 1780 war der Platz erstmalig aufgebraucht, die Särge wurden daraufhin an der Nordseite der Kirche erdbestattet, bevor die Guft erneut genutzt wurde. Der älteste Sarg heute war die letzte Ruhestätte des Freiherrn August Wilhelm von Schwicheldt (1708-1766), im jüngsten fand Reichsgraf Curdt von Schwicheldt (1839-1898) seine ewige Ruhe. Insgesamt liegen dort 16 teilweise sehr gut erhaltene und prachtvolle Särge so wie die Fragmente eines 17. Sarges.

Die Kosten für die Wiederherstellung sowie für nötige Bau- und Sanierungsmaßnahmen, beliefen sich auf etwa 20 000 Euro. Da der Erhalt jedoch nicht in den Zuständigkeitsbereich des Kirchenkreises fällt und somit die kirchliche Gemeinde die nötigen Gelder hätte selbst aufbringen müssen, schien das Projekt zu scheitern. „Wir wollten nicht, dass die Kosten der Gemeinde aufgebürdet werden und dann an anderen Stellen wie zum Beispiel im Kindergartenbereich Geld fehlt“, erklärt Uwe Thienemann, der im Rahmen seiner Tätigkeit als Kirchenvorsteher einbezogen war.

Pastor Dr. Joachim Jeska freut sich schon darauf, das Ergebnis dieser aufwendigen und mühevollen Arbeit zu präsentieren. „Ab dem 11. September, dem ‚Tag des offenen Denkmals‘, wird im Anschluss an den Gottesdienst die Gruft wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Es wird überlegt, an zwei Tagen im Jahr eine Besichtigung zu ermöglichen. Es bietet sich dann eine gute Möglichkeit, über Bestattungskultur der damaligen Zeit zu informieren und die prachtvollen Särge zu bestaunen.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ilsede

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung