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Groß Ilsede sucht den Superrechner

Groß Ilsede Groß Ilsede sucht den Superrechner

Groß Ilsede. Während derzeit mit dem Fuß am Ball publikumswirksam um nationale Ehren gekämpft wird, rauchen bei der Firma Groß Ilsede. Christmann Informationstechnik im Groß Ilseder Starterhof seit Samstag bei sechs jungen Geistes-Athleten fast unbeachtet die Köpfe. Sie bauen einen Supercomputer mit dem sie gegen chinesische und US-amerikanische Teams antreten.

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Haben die Räume der Firma Christmann in Beschlag genommen: Die Computer-Entwickler aus Karlsruhe.

Quelle: cb

Dabei haben sich die Informatik- und Mathematikstudenten des „Karlsruher Instituts für Technologie“ für die Teilnahme an der „Student Cluster Competition“ als einziges europäisches Team qualifiziert und treten am Sonntag in Hamburg bei der „International Supercomputing Conference“ (ISC) gegen je zwei Teams aus Universitäten der USA und China an. An der Aufgabe, einen bestmöglichen Superrechner mit begrenztem Stromverbrauch zu bauen, tüftelt das Team bereits seit Oktober. Durch Zufall sei ihr Dozent mit Wolfgang Christmann, dem Inhaber des Ilseder Computerunternehmens zusammen getroffen. Letzterer habe sich als Hersteller energieeffizienter Computer sogleich nicht nur als Hauptsponsor zur Verfügung gestellt sondern sich auch als gastfreundlich erwiesen. Und so wächst im Christmann-Labor im Starterhof allmählich zusammen, was in einem mehr als zwei Meter hoher Schrank als „Superrechner“ dem Team Ruhm und Ehre einbringen soll. Und so erinnern die schweigenden und konzentrierten Studenten, die mit ihren Laptops Christmanns Konferenzraum besetzt halten, mit Kabelgewirr und gerunzelten Stirnen an den Tastaturen zuerst an Teilnehmer eines Computerspiel-Wettbewerbs. Der Schein trügt, denn selbst im Presse-Gespräch schauen sie beim Antworten kaum auf. „Der Zeitdruck – Sie wissen schon“, sagt einer entschuldigend. Nach und nach erklären sie, dass sie derzeit an vier vom Wettbewerbs-Reglement vorgegebenen Programmentwicklungen arbeiten: an einem zur Strömungsdynamik im Windkanal, jeweils einem für Molekular-Dynamik und Simulation und an einem für die Simulation von Eisbewegungen und Strömungen im Ozean: Der Clou: der Stromverbrauch des Superrechners darf 3000 Watt nicht übersteigen. Für die jungen Geistessportler eine Mannschaftsaufgabe: Sie dribbeln auf ihren Computer-Tastaturen, spielen sich gegenseitig die Ergebnisse zu, probieren aus, verwerfen und berechnen neu. „So um die 12 Stunden täglich“, sagt einer und dass es auch viel mehr werden könnten. Untergebracht sind sie in Oberg und „die Zeit zum Fußballgucken gönnen wir uns auch“.

Am Sonntag geht das Team mit dem Rechner mit einem Arbeitsspeicher von etwa anderthalb Terabyte auf Reisen. Am Mittwoch um 17 Uhr ist Siegerehrung. Das Ergebnis wird in der PAZ veröffentlicht.

uj

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