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Globaler Akteur im Mini-Format

EU-Projekt Globaler Akteur im Mini-Format

Mit superkleinen Computern hat sich der Betrieb von Wolfgang Christmann in der Region bereits einen Namen gemacht – mehrere Schulen aber auch die Grünen-Fraktion des Landtags hat Christmann schon beliefert. Jetzt ist das Unternehmen mit Computer-Riesen IBM an einem EU-Projekt beteiligt.

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Breites Spektrum in der Produktpalette: Wolfgang Christmann lehnt am speicherstarken „Teo-Shortrack atom2“ und hält den winzigen Rechner „Teo-Ultramicro“ in der Hand.

Quelle: sip

Ilsede-Groß Ilsede. Auf den ersten Blick unscheinbar wirkt das Unternehmen, das sich auf etwa 1400 Quadratmeter im rot geziegelten Starterhof am Ilseder Hüttengelände breit gemacht hat. Klein, aber oho – das trifft eher zu: Gestartet als Familien-Unternehmen, kann man die Ilseder Firma Christmann, Informationstechnik und Medien, inzwischen als „Global Player“, also als international agierendes Unternehmen bezeichnen.

Aushängeschild der Firma sind die besonders kleinen und energie-effizienten Computer, sagt Chef und Gründer Wolfgang Christmann: „Unser Teo-XXS ist der wahrscheinlich kleinste Server der Welt. Er ist etwa vier Zentimeter hoch und in der Diagonale so breit wie ein Kuli – zudem hat er einen Stromverbrauch von gerademal 6,5 Watt.“ Herkömmliche Geräte benötigen durchschnittlich 85 Watt. Der 54-jährige ist in Ölsburg aufgewachsen und arbeitet mit Frau Beate und Sohn David sowie weiteren 27 Mitarbeitern im Starterhof.

Inzwischen verbringt Wolfgang Christmann aber fast mehr Zeit im Ausland: Die Ilseder Firma arbeitet mit anderen Partnern – darunter der Computer-Gigant IBM – an einem mit 3,6 Millionen Euro finanzierten EU-Projekt. Ziel ist es, ein ressourceneffizientes Rechenzentrum zu entwickeln. Rechenzentren sind Zusammenschlüsse leistungsfähiger Computer, zur Verarbeitung großer Daten-Mengen.

Die EU ist daran interessiert, Rechenzentren zu entwickeln, die Strom sparen. „Wir arbeiten an einer Software, die selbst erkennt und lernt, wann welche Computer für welche Arbeit genutzt werden und alles andere abschaltet.“

Überhaupt tue sich derzeit viel bei der Ilseder Firma. Mehrere Forschungsprojekte zu umweltfreundlichen IT-Lösungen sind in der Mache und auch ein Projekt mit dem Wirtschaftsministerium ist in Arbeit: Noch funktioniere der Spagat zwischen weltweiter Forschungsarbeit und schlichten Kundenanrufen – etwa wenn ein Rechner nicht läuft. Das spreche dafür, dass das Unternehmen weiterhin in Ilsede bleibt.

Unter dem Einfluss des wachsenden Horizonts sei aber zu überlegen, ob eine komplette Richtungsänderung der Firma nicht doch anstehe. „Vielleicht müssen wir eine weitere Filiale mit einem anderen Schwerpunkt an einem anderen Standort eröffnen oder uns auf andere Weise dem starken Wachstum anpassen“, deutet der IT-Chef an und grinst verschmitzt. „Es ist gerade sehr viel in Bewegung.“

sip

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