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Gitarrenduo glänzte mit Gypsy-Swing

Gadenstedt Gitarrenduo glänzte mit Gypsy-Swing

Gadenstedt. Naturinstrumente füllen belebend den Raum der Alten Stellmacherei, die Zuhörer applaudieren frenetisch. Verantwortlich dafür waren Joscho Stephan, der mit Vollakustikgitarre ohne technische Grenzen musiziert, und Latinogitarrist Kai Heumann, der ebenfalls verschiedenste Stile der swingenden Akustikgitarre meisterhaft beherrscht.

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Joscho Stephan und Kai Heumann bei ihrem Auftritt in der Alten Stellmacherei in Gadenstedt.

Quelle: Isabell Massel

Beide Instrumentalisten entführten die Zuhörer mit ausgeprägtem Können und virtuoser Spielfreude in die faszinierende Welt des Gypsy-Swing - einer Jazzart, die in ihren Wurzeln von politischem Engagement geprägt ist und gegen soziale Diskriminierung agiert. Gleichzeitig aber demonstrierten beide Gitarristen, dass sich vor diesem Hintergrund (oder gerade vor ihm) atemberaubend, künstlerisch auf höchstem Niveau und äußerst unterhaltsam musizieren lässt. Eine wohltuend lockere Moderation tat ihr Übriges und bildete einen willkommenen Kontrast zum staunenden, gebannten Zuhören.

Die gespielten Werke offenbarten eine große Bandbreite: Von der Kaffee-Plantage in Kolumbien und dem Karneval in Rio, über den keltischen Tanz irischer Elfen und das Bild blühender Lavendel-Felder der Provence bis hin zur Wohnungssuche in Hannover reichte inhaltlich das Repertoire, wobei die ebenfalls meisterhaft improvisierten Bearbeitungen bekannter Titel wie „Black Orpheus“ und „Sweet Georgia Brown“ nicht fehlten. Und doch verbanden alle Titel diese Gemeinsamkeiten: Harmonische Raffinesse gepaart mit polyrhythmischem Gespür, eine Spieltechnik jeweils beider sich funktional unterstützender Hände, die zudem alle dynamischen Schattierungen berührte, und nicht zuletzt fließende Rollenwechsel zwischen Joscho Stephan und Kai Heumann an den Chorus-Grenzen durch einen allenfalls gefühlten Blickkontakt.

Das dankbare, staunende Publikum brauchte mit seinem überaus herzlichen Schlussapplaus die beiden Künstler gar nicht zu überreden: Drei Zugaben beendeten ein unvergleichlich fesselndes Konzert, für dessen Zustandekommen und Rahmen auch dem Kulturverein „Alte Stellmacherei“ herzlich zu danken ist.

hl

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