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Gezerre um den Kugelwasserturm

Ilsede Gezerre um den Kugelwasserturm

Ilsede. Kontrovers diskutiert wurde gestern während der Sitzung des Ilseder Finanzausschusses über die von der Verwaltung eingebrachten Sparvorschläge zur Aufstellung eines genehmigungsfähigen Haushaltes. Eine endgültige Entscheidung beim emotionalsten Thema „Abriss oder Sanierung des Kugelwasserturms“ wurde schließlich in letzter Sekunde auf das nächste Jahr verschoben.

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Auch über diese Sparpotenziale wurde diskutiert: Sanierung des Kugelwasserturms, Mitfinanzierung des Freibades sowie die Gemeindebüchereien.

Quelle: A

Die Zukunft des Kugelwasserturms hing dabei letztlich an 25000 Euro. Diesen Betrag müsste die Gemeinde aufbringen, um eine neuartige Sanierungs-Methode für den maroden Wasserturm testen zu lassen und so einen genauen Betrag für die Gesamtsanierung zu erhalten. „Zu teuer“ meinte die Verwaltung im Hinblick auf den vom Landkreis nicht genehmigten Haushalt und strich die Sanierung ganz aus dem Haushaltsplan.

Doch mit dem dann letztlich anstehenden Abriss des baufälligen Ilseder Wahrzeichens wollten sich Grüne und Sozialdemokraten um den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Rainer Apel während der Sitzung nicht arrangieren und pochten auf die 25000 Euro.

„Ist Ihnen klar, dass Sie damit die Genehmigung des gesamten Haushalts riskieren?“, fragte Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes aufgebracht. Apel nickte und verwies darauf, dass der Landkreis ja den Haushalt genehmigen und nur einen Teil der Kredite sperren könnte. Bürgermeister Brandes schüttelte nur mit dem Kopf und versuchte, die Ausschuss-Mitglieder der SPD/Grünen-Mehrheitsgruppe doch noch zu überzeugen.

Diese beantragten kurzerhand eine Unterbrechung der Ausschuss-Sitzung und präsentierten nach dreiminütiger Beratung einen Kompromiss: Im aktuellen Haushalt wird auf die 25000 Euro verzichtet, eine endgültige Entscheidung über Sanierung oder Abriss des Kugelwasserturms jedoch aufs nächste Jahr vertagt. Dieser Idee konnten sich auch die übrigen Ausschuss-Mitglieder anschließen.

Den restlichen Punkten des Haushaltes sowie des Haushaltssicherungskonzeptes (PAZ berichtete) wurde nach intensiven Beratungen einstimmig zugestimmt. Knackpunkte waren dabei die Schließung der Gemeindebüchereien (auf Antrag der SPD soll der Standort in Ölsburg als Jugendbücherei erhalten bleiben) sowie der letztlich empfohlene Ausstieg aus der Mit-Finanzierung des Freibades ab 2014. „Das bedeutet ja nicht, dass morgen das Freibad geschlossen wird, aber wir wollen den Lahstedtern auch zeigen, dass wir nicht alles mit uns machen lassen“, betonte Brandes.

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