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Georgsmarienhütte soll Ilsede neue Ideen bringen

Groß Ilsede Georgsmarienhütte soll Ilsede neue Ideen bringen

Einen „Runden Tisch“ mit Politik, Verwaltung und Wirtschaft zur Standortentwicklung plant Ilsedes Wirtschaftsförderer Wolfram Gnädig. Diese und weitere Vorhaben stellte er bei der Sitzung des Finanzausschusses vor. Gnädig besucht zudem Georgsmarienhütte, um sich Ideen für das Hüttengelände zu holen.

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Vergleichbar? Wirtschaftsförderer will sich in Georgsmarienhütte (r.) Anregungen für das Hüttengelände (l.) holen.

Quelle: A/oh

Groß Ilsede . Finanziell sieht es in Ilsede eher trübe aus, wie die PAZ bereits gestern berichtete. Und auch wirtschaftlich seien einige Abstriche zu machen. So erwähnte Gnädig, dass das „GlückAuf Küchenareal“  aus Ilsede nach Stederdorf ziehen werde. Mit dem Eigentümer sei der Wirtschaftsförderer bereits in Kontakt: „Wir bemühen uns um eine Neuansiedlung“, so Gnädig. „Wegen des Bebauungsplans ist dort jedoch nur ein Küchenstudio möglich.“

Doch es gebe auch positive Meldungen aus der Ilseder Wirtschaft: So berichtete Gnädig von mehreren neuen Projekten, darunter einer Kinderarztpraxis im Gesundheitszentrum Ilsede, und von einer Gründungsberatung zur Etablierung einer Design- und Modeschule in Bülten. Ebenfalls seinen geregelten Gang gehe das IBC-Projekt „Bürgersolarpark Bülten“ auf dem Gelände Schacht Emilie. „Erster Spatenstich ist im März, geplanter Start ist im Juni dieses Jahres“, so Gnädig. Bei der Solaranlage sei auch ein Bürgerbeteiligungsmodell im Gespräch.

Ebenfalls im Gespräch ist Gnädig mit einem Interessenten aus dem Drogeriebereich in dem Objekt Eichstraße 10, sowie mit zwei Interessenten zum Projekt „Betreutes Wohnen“. Leer stehende Gewerbeimmobilien aus den Ortschaften sollen im Internet angeboten werden.

Damit Ilsede an den großen wirtschaftlichen Stellschrauben drehen kann, will Gnädig einen „Runden Tisch“ zur Standortentwicklung ins Leben rufen. „In Vorbereitung sind eine moderierte Einführungsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der KVHS Peine/Ilsede sowie die Planung einer regelmäßigen Zusammenkunft von Politik, Verwaltung und Wirtschaft“, erklärt Gnädig die „Ilseder Zukunftswerkstatt“, in der auch Ideen entwickelt werden könnten, die Ilsede helfen, aus der Finanzmisere zu kommen.

Nach der Finanzausschuss-Sitzung machte sich Gnädig auf zu einem Besuch der Wirtschaftsförderung in Georgsmarienhütte: „Es geht dabei um Information und Austausch über die Entwicklungen der ehemaligen Hüttenstandorte“, so Gnädig. Die Gemeinde Georgsmarienhütte musste – ähnlich wie Ilsede – eine Industriebrache sanieren (siehe Hintergrund).

sip

Das Hüttenwerk

1856 wurde eine Eisenhütte im gleichnamigen und nach dem Stahlwerk benannten niedersächsischen Ort Georgsmarienhütte gegründet.

Durch die Umstellung auf Elektrolichtbogen-Verfahren in den 1990er-Jahren veränderte sich das Bild des Hüttenwerks: 1996 wurde der alte Hochofen gesprengt, 1999 folgte die Sprengung des 1929 erbauten Gasometers, 2000 die Sprengung des zweiten Gasbehälters.

Lediglich die beiden Kühltürme im nördlich angrenzenden Waldgebiet konnten unter Denkmalsschutz gestellt werden.

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