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Gemeinde Ilsede: Zukunft von Schulen offen

Ilsede Gemeinde Ilsede: Zukunft von Schulen offen

Ilsede. Während in „Alt-Ilsede“ die Schulfrage geklärt ist, ist die Zukunft der Grundschulen auf dem Gebiet der ehemaligen Gemeinde Lahstedt - mit Ausnahme Obergs - offen. Die PAZ sprach mit Ilsedes Bürgermeister Otto-Heinz Fründt (SPD) über die Schulentwicklung in der Gemeinde.

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Bürgermeister Otto-Heinz Fründt und Verwaltungsmitarbeiterin Imke Rau.

Quelle: mir

Die Diskussion um die Schulstandorte ist ein schwieriges Unterfangen, denn viele Emotionen sind im Spiel, wenn es um den Erhalt der Grundschulen in den Ortschaften geht. Dass eine Diskussion darüber dringend nötig ist, zeigte sich jüngst in dem Antrag der Grundschule Groß Lafferde auf Einrichtung einer Ganztagsschule zum 1. August 2016 (PAZ berichtete).

Investitionen in Millionenhöhe wären nötig, um die Grundschulen in Gadenstedt, Groß Lafferde und die Außenstelle in Adenstedt hinsichtlich Brandschutz, Ganztagsangebot und Inklusion aus- und umzubauen. „Die Gebäude in Adenstedt und Groß Lafferde stammen aus dem 19. Jahrhundert, sie sind denkmalgeschützt“, erklärt Imke Rau von der Ilseder Verwaltung. Dort die ab 2018 gesetzlich vorgeschriebenen Vorgaben der Inklusion zur gemeinsamen Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderung umzusetzen, sei keine einfache Aufgabe. Auch das Gebäude in Gadenstedt müsse energetisch saniert und beim Brandschutz nachgebessert werden, die sanitären Anlagen seien alt.

Hinzu kommt der Trend zum Ganztagsbetrieb. Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder den ganzen Tag betreut wissen, zeigt der Bürgermeister auf. Das beginne bereits im Kindergarten, eine solche Entwicklung könne nicht in der Grundschule Halt machen.

Einen Ganztagsbetrieb gibt es bislang aber nur in den Grundschulen in Oberg, Groß Ilsede und Ölsburg. „45 Kinder aus Adenstedt, Gadenstedt und Groß Lafferde gehen bereits in andere Schulen, wo es einen Ganztagsbetrieb gibt“, sagt Fründt. Dadurch fallen vor Ort potenzielle Schüler weg, und es werden auch immer weniger Kinder eingeschult.

Vorerst seien die Standorte in Gadenstedt, Groß Lafferde und Adenstedt noch bis zum Schuljahr 2018/2019 gesichert, verweist Fründt auf einen alten Ratsbeschluss. Und es gibt noch einen weiteren Beschluss, der bereits vor der Fusion vom Lahstedter Rat am 18. September 2014 gefasst wurde: Die Einrichtung einer Ganztagsgrundschule zum Schuljahr 2018/19 in Gadenstedt.

Fründt stellt jedoch klar: „Wir können nicht an jedem Schulstandort eine Ganztagsbetreuung installieren.“ Man müsse sich nun Gedanken über eine Neuordnung der Schulstandorte machen. Dazu wurde eine Ideenwerkstatt mit Vertretern der Verwaltung sowie der Landesschulbehörde, den Schulleitungen und Mitgliedern des Schulausschusses ins Leben gerufen. Nach deren Leitsatz ist es vorrangiges Ziel, „sich pädagogisch der Verschiedenheit der Kinder zu öffnen, die Förderung der individuellen Lebenssituationen zu berücksichtigen und so die Voraussetzungen für den weiterführenden Schulbesuch zu schaffen“. Fründt erklärt: „Wir möchten die Entwicklung des Kindes in den Vordergrund stellen, nicht die Kosten.“ Natürlich sollen auch die Eltern mit ins Boot geholt werden. „Mir ist bewusst, dass das Diskussionen mit sich bringt“, sagt der Bürgermeister. Das Konzept müsse wirtschaftlich und nachhaltig sein. Die Diskussionen sollen noch im Frühjahr beginnen.

mir

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