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Gelungene Biografie-Lesung über Ölsburger Heimatdichter Heinrich Spiller

Ilsede-Ölsburg Gelungene Biografie-Lesung über Ölsburger Heimatdichter Heinrich Spiller

Ölsburg . Vor mehr als 40 Besuchern in der Ölsburger Bücherei hat jetzt Gerhard A. Spiller die Biografie seines Großvaters Heinrich Spiller vorgestellt. Dieser stammte aus Tscheschdorf (Kreis Grottkau) in Oberschlesien und lebte nach der Vertreibung aus der schlesischen Heimat in Ölsburg, wo er 1968 starb. Er war Schuhmacher und Heimatdichter und hat zahlreiche Geschichten und Gedichte hinterlassen, die in acht Bänden gesammelt worden sind.

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Die gut besuchte Spiller-Lesung in der Ölsburger Bücherei mit (im Vordergrund von links) Manfred Unruh, Roswitha Holstein und Gerhard A. Spiller.

Quelle: ISABELL MASSEL

Zum 125. Geburtstag seines Großvaters hat Gerhard A. Spiller nun eine Biografie herausgegeben, um dessen Leben und Werk zu ehren. In Zusammenarbeit mit dem Ilseder Kulturverein stellte er das Werk vor, Roswitha Holstein und Manfred Unruh ergänzten den Vortrag mit Gedichten und Geschichten des Dichters.

Heinrich Spiller war 1888 in armen Verhältnissen geboren worden und musste schon früh mit anpacken, um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern. Trotzdem legte sein Vater viel Wert auf schulische Bildung. Der Junge ging also zur Schule und begeisterte sich schon früh fürs Schreiben. Er verschlang jedes Buch, besonders die Werke von Gerhart Hauptmann schätzte er. Es gelang ihm sogar, Kontakt zu dem großen Meister aufzunehmen und beschrieb diese Zeit später als die glücklichste seines Lebens.

„Der Erste Weltkrieg ließ seinen Traum, Schriftsteller zu werden, jedoch platzen. Er wurde eingezogen“, erzählt Gerhard A. Spiller. „Durch die Machtergreifung der Nazis und den Zweiten Weltkrieg wurde er später auch noch aus seiner geliebten schlesischen Heimat vertrieben. Bei der Flucht verlor mein Großvater auch all seine Manuskripte.“

In Ölsburg schließlich fand Heinrich Spiller eine neue Heimat. Hier schrieb er viele Erlebnisse und nicht wenige seiner verlorenen Gedichte und Geschichten neu. „Seine Sehnsucht nach der Heimat ist in vielen seiner Stücke zu spüren, auch wenn er durchaus auch die weniger schönen Erinnerungen beschreibt“, erzählt Enkel Gerhard A. Spiller. „Aber egal, was er schrieb: Seine Schriftstücke gaben einen kleinen Einblick in das Leben der einfachen Menschen in schweren Zeiten.“

su

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