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Gebürtiger Bültener komponierte Filmmusik

Ilsede Gebürtiger Bültener komponierte Filmmusik

Bülten/Berlin. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte, heißt es in einem Sprichwort. Aber genauso gut könnte es lauten: Musik sagt mehr als tausend Worte. Einer, der sich damit auskennt, ist Jörg Gollasch.

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Jörg Gollasch komponierte die Musik zum Film „Familie verpflichtet“, der am Donnerstag im NDR-Fernsehen zu sehen ist.

Quelle: Uwe Janssen

Der gebürtige Bültener hat jüngst die Musik zur turbulenten Multikulti-Familienkomödie „Familie verpflichtet“ komponiert, die am Donnerstag, 5. November, um 22 Uhr erstmals im NDR-Fernsehen gezeigt wird.

Die Komödie war bereits beim Filmfest Hamburg sowie in ausgewählten Kinos zu sehen, nun kommt sie ins Fernsehen. Der Film erzählt vom Aufeinanderprallen verschiedener Generationen, Religionen und Kulturen und wurde im Rahmen des Nachwuchsprogrammes „Nordlichter“ in Hannover gedreht.

Knapp dreieinhalb Wochen hat der Wahl-Berliner an der Musik für die Komödie gearbeitet. Eine Komödie sei aufwändiger als andere Filme musisch zu untermalen, „da die Musik oft einzelne Pointen genau unterstützt“, erklärt der 48-Jährige, der bereits als Theaterkomponist mit namhaften Regisseuren wie Thomas Ostermeier, Karin Beier und Arpad Schilling zusammengearbeitet hat. Eigentlich versuche man als Filmkomponist so früh wie möglich bei der Entstehung des Films einzusteigen, um von Beginn an bei der musikalischen Richtung mitzugestalten. „In diesem Fall war ich erst relativ spät involviert und habe erst nachdem der Film abgedreht war, in der Phase des Schnitts angefangen zu komponieren“, beschreibt der zweifache Familienvater. „Da klärt sich dann parallel zur Schnittphase die musikalische Richtung.“

Mit dem Regisseur Hanno Olderdissen traf sich Gollasch in seinem Studio und schaute sich gemeinsam mit ihm in einer sogenannten „Sporting-Session“ zwei Tage lang den Film Stück für Stück an, um für alle Stellen auf Zehntel-Sekunden genau festzulegen, welche Musik wo kommt und wie lange sie dauern soll. „Danach habe ich Musiker eingeladen und diese aufgenommen, selbst Instrumente eingespielt und am Schluss eben diese Stücke und die Aufnahmen mit dem Film kombiniert“, sagt er. Diese Arbeit geschieht dann am Computer. Das fertige Ergebnis erweckt den Eindruck einer „Live-Band“, die zum Film spielt. Dabei gibt es verschiedene „Welten“ - der Handlung zugeordnete Instrumente und Klangebenen. „Es gibt ein schnelles Hauptthema, eine Art Up-Tempo Swing mit Trompete und Gitarre, eine Klezmerklarinette für die jüdische Welt um die Galerie Silbermann und eine Zürnt für die arabische Welt des Restaurants“, schildert Gollasch, der all das in moderne Rhythmen eingebettet hat.

Erlernt hat der gebürtige Bültener sein Handwerk in einem Studium im Rahmen des Studiengangs Angewandte Kulturwissenschaft an der Universität Hildesheim. Eine Ausbildung, die er als sehr wichtig empfindet, „da man es immer mit der Arbeit an verschiedenen Stilistiken zu tun hat und man auf sehr viele Wünsche in sehr kurzer Zeit reagieren muss“. Gollasch beherrscht Gesang, Gitarre- und Klavierspiel und auch das Computer-Programming. Zwei weitere Filmprojekte hat er in Vorbereitung, hauptsächlich arbeitet er jedoch für verschiedene Theater, derzeit in Hamburg, danach in Berlin und Wien.

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