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Gebläsehalle: Kranke Flüchtlinge gut versorgt

Ilsede Gebläsehalle: Kranke Flüchtlinge gut versorgt

Groß Ilsede. Rund 1700 Flüchtlinge sind der Ilseder Gebläsehalle zugewiesen worden. Vor der Unterbringung mussten alle gesundheitlich untersucht und bei Bedarf behandelt werden. Mit Blick auf die geplante Schließung der Halle als Erstaufnahmeeinrichtung zogen Mediziner, ASB und Landkreis nun eine vorläufige Bilanz.

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Kreis-Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann (Mitte) mit Medizinern und Helfern vor der Ilseder Gebläsehalle.

Eine der Helferinnen der ersten Stunde war die Ilseder Ärztin Marion Renneberg, die ihre Praxis quasi in Sichtweite der Gebläsehalle hat. Sie bot in Kooperation mit weiteren Ilseder Ärzten seit Ende der Herbstferien regelmäßig Sprechstunden für die Flüchtlinge an. Vom Peiner Gesundheitsamt versorgte Dr. Sabine Meltzow die Kinder in der Gebläsehalle.

Insgesamt wurden 343 Kinder und 243 Erwachsene intensiv untersucht, wobei auch die Zusammenarbeit mit dem Klinikum Peine hervorragend funktionierte, denn alle Flüchtlinge ab 15 Jahren mussten geröntgt werden, um eine mögliche Ausbreitung von Tuberkulose in Deutschland zu verhindern.

Unterstützung erhielten die Mediziner auch von den beiden Chirurgen Haider Alsaediy und Marwan Rashid. Die beiden Syrer waren zunächst selbst in der Halle als Flüchtlinge angekommen. Sie stehen den Peiner Ärzten - in Ilsede, aber auch bei den Sprechstunden in den Unterkünften in Peine - nun als Dolmetscher zur Seite, was so auch Vertrauen bei den Patienten schafft.

Dr. Meltzow betonte, dass die Patienten in der Gebläsehalle keine Luxusversorgung erfahren hätten. Nach oft wochenlanger Flucht seien viele aber auch sehr krank gewesen. Vor allem viele der Kinder hätten unter Erschöpfung gelitten. Es gab aber auch erfreuliche Momente. So bekamen einige Mütter ihre Kinder, während sie in der Gebläsehalle untergebracht waren. Vier Geburten habe es gegeben, wobei die eigentliche Geburt dann im Klinikum Peine stattgefunden hat.

Kreis-Sozialdezernent Dr. Detlef Buhmann lobte zudem das ehrenamtliche Engagement, das sich rund um die Erstaufnahmeeinrichtung Gebläsehalle entwickelt habe.

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