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„Fremdsein“ war Thema beim Frauenmahl

Gadenstedt „Fremdsein“ war Thema beim Frauenmahl

Gadenstedt. Zu einer gelungenen Mischung aus spannenden Vorträgen und leckerem Essen hatten das evangelische Frauenwerk und die Beauftragte für Frauenarbeit im Kirchenkreis Peine, Petra Blasig, in die St.-Andreas-Kirche in Gadenstedt eingeladen.

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Von links: Ulla Pleye, Marion Renneberg, Petra Blasig, Cornelia Renders und Ingrid Pahlmann.

Festlich gedeckte Tische erwarteten die mehr als 70 Besucherinnen. Für den musikalischen Rahmen sorgten Ingrid und Ulrich Rüscher sowie Sabine Mandel. „Schön, dass wir hier zu Gast sein dürfen. Die Idee des Frauenmahls ist 2010 in Marburg entstanden. Heute gibt es hier in der Kirche Tischreden statt einer Predigt“, begrüßte Blasig die Gäste. Superintendent Dr. Volker Menke und Pastor Norbert Paul als Hausherr freuten sich über die rege Beteiligung am Frauenmahl und damit verbunden das Interesse am Veranstaltungsthema „Fremdsein“.

Den Auftakt bei den Tischreden machte die CDU-Bundestagsabgeordnete Ingrid Pahlmann. Sie nahm Bezug auf das Gefühl des Fremdseins, das wohl jeder aus eigener Erfahrung kenne. „Es ist immer eine Herausforderung - und es macht etwas mit uns. Umso wichtiger ist es, gemeinsam einen guten Weg zu finden, damit umzugehen. Das was wir im vergangenen Jahr erlebt haben, hat vielen Angst gemacht, aber es gab auch ein großes Engagement, um die Not der Geflüchteten zu lindern“, bekräftigte sie.

Dieses Engagement beeindruckte auch Ärztin Marion Renneberg, die bei der Einrichtung der Ilseder Gebläsehalle als Notunterkunft dabei war. „Das war eine bedeutende Lebenserfahrung, die ich nicht missen möchte. Alle sind zusammengerückt, um zu helfen und etwas zu tun“, erinnerte sie sich.

Ulla Pleye, Direktorin der IGS Peine-Vöhrum, beleuchtete in ihrer Tischrede den schulischen Aspekt der Integration von Geflüchteten. „Wir brauchen eine Willkommenskultur und müssen uns der Herausforderung stellen, Kinder und Jugendliche bei uns aufzunehmen, die fremd sind in Kultur und Sprache. Dazu gehört dann auch die Frage, was gute Schule ausmacht“, erklärte sie.

Den Umgang mit dem eigenen Gefühl des Fremdseins, das verschiedene Empfindungen von Angst bis Faszination auslösen kann, nahm Cornelia Renders vom evangelischen Frauenwerk in ihrer Tischrede auf. „Auch in jedem selbst gibt es Dinge, die einem fremd sind und denen man sich stellen muss. Das zeigt sich oft bei Menschen, die sich auf einen Pilgerweg begeben und sich selbst entdecken. Zudem muss man aber auch lernen, mit dem Fremden umzugehen, das auf einen zukommt“, sagte sie.

Zwischen den Tischreden servierten die Pfadfinder unterstützt vom Ölsburger Pastor Dominik Christian Rohrlack mediterrane Köstlichkeiten vom Hoheneggelser Schlemmertrio. Die Besucherinnen genossen die entspannte Atmosphäre und nutzten die Gelegenheit zu angeregten Gesprächen.

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