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Flüchtlinge kommen in die Ilseder Gebläsehalle

Ilsede Flüchtlinge kommen in die Ilseder Gebläsehalle

Ilsede. Geschäftiges Treiben herrschte gestern bis in die späten Abendstunden in der Ilseder Gebläsehalle. Mehr als 100 Helfer von DRK, THW, ASB und der Feuerwehr haben die Halle in einer Hauruck-Aktion als Notunterkunft für Flüchtlinge hergerichtet.

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Sämtliche Veranstaltungen in der Ilseder Gebläsehalle für dieses Jahr wurden abgesagt - auch die RTL-Party.

Quelle: Foto: Archiv

Heute Nachmittag werden die ersten 100 Personen erwartet, die direkt aus Bayern mit dem Bus ankommen sollen. Da die Erstaufnahme-Einrichtungen in Niedersachsen voll sind, hatte das Land am Mittwoch die Landkreise in die Pflicht genommen.

Eigentlich sollte gestern Abend in der Gebläsehalle der traditionelle Kaminabend der Wirtschafts- und Tourismusfördergesellschaft des Landkreises Peine (Wito) mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft stattfinden. Dieser wurde am Nachmittag abgesagt - und kurz darauf die dafür bereits installierte Veranstaltungstechnik und Einrichtung wieder abgebaut. „Ist doch klar, dass wir unterstützen, wo es geht, das ist ja eine Notfallsituation“, sagte Wito-Geschäftsführer Gunter Eckhardt am Rande der ersten Lagebesprechung am frühen Abend.

RTL-Party abgesagt

Mindestens bis Ende des Jahres sind alle Veranstaltungen in der Gebläsehalle abgesagt. Davon betroffen ist auch das für Samstag geplante Mixery-Indoorfestival vom Radiosender 89,0 RTL fällt aus. Laut Hallen-Manager Mohan Janssen waren zu der Party rund 2000 Gäste erwartet worden. „Die Karten können an den Vorverkaufsstellen zuück gegeben werden“, sagte Landrat Franz Einhaus (SPD) gestern während einer Pressekonferenz.

Obwohl heute erst 100 Flüchtlinge erwartet werden, hat der Landkreis Peine gestern bereits 200 Feldbetten im Veranstaltungsbereich der Halle im Obergeschoss aufstellen lassen. Im Foyer und im Erdgeschoss bereitete das DRK eine Bekleidungsausgabe vor. „Die Leute, die hier ankommen, haben ja nur das, was sie am Körper tragen“, sagte Thorsten Radigk vom Fachdienst Ordnungswesen, Abteilung Bevölkerungsschutz, beim Landkreis. Darüber hinaus sollen gleich im Eingangsbereich der Halle die Erfassung der Personendaten und die erste ärztliche Sichtung stattfinden. Bis zu sechs Ärzte aus der Gruppe der Leitenden Notärzte des Landkreises und des Peiner Gesundheitsamtes sind eigens dafür abgestellt worden.

Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) ist vorerst mit dem Sanitätsdienst vor Ort beauftragt worden, das DRK soll sich unter anderem um die Verpflegung kümmern. Die Halle war gestern - auch im Hinblick auf den bereits geplanten Wito-Kaminabend - auf 20 Grad geheizt worden. „Die Infrastruktur mit den Sanitäranlagen ist auf jeden Fall besser als in so mancher Kaserne, die als Erstaufnahmeeinrichtung dient“, sagte Eckhardt. Noch geliefert werden sollen Dusch-Container.

Wie genau die Flüchtlinge unterkommen sollen, kann erst morgen geklärt werden. Demnach will man möglichst Rücksicht auf Familienverbände oder auch Kinder und Jugendliche nehmen, und diesen durch Stellwände Rückzugsmöglichkeiten geben.

mic/pif

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