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Flüchtlinge aus Syrien haben ihre erste Wohnung

Klein llsede Flüchtlinge aus Syrien haben ihre erste Wohnung

Klein Ilsede. Seit gut einer Woche leben die drei Syrer Hamad Aljammal, Ahmed Kealany und Allam Fahd nun in ihrer eigenen Wohnung im Herzen von Klein Ilsede, und ihre Freude über den Umzug ist riesig - genauso wie die Unterschiede zur Situation vorher.

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Allam Fahd, Stefan Ernst, Hamad Aljammal und Ahmed Kealany.

Quelle: jaw

„In der Gebläsehalle und im Unternehmerpark in Peine, wo wir bisher untergebracht waren, kann man sich nicht zurückziehen. Es ist immer laut und voll“, berichten die drei, die sich erst in Deutschland kennenlernten, aber aus der gleichen Region in Syrien kommen und sich seit dem ersten Treffen sehr gut verstehen. Nun hat jeder sein eigenes kleines Zimmer.

Gemeinsam mit dem engagierten Flüchtlingshelfer Stefan Ernst gab es schon vor ein paar Monaten konkrete Überlegungen, dass die drei nach Klein Ilsede umziehen können, doch damals ging es von Groß Ilsede erst einmal nach Peine (PAZ berichtete). Nun hat es mit dem Umzug aber doch geklappt.

Dafür haben Aljammal, Kealany und Fahd aber auch hart gearbeitet. In den Wochen vor dem Einzug wurde die Drei-Zimmer-Wohnung von Grund auf renoviert. „Wir haben die Wände neu gestrichen und den Boden neu gemacht“, berichtet Ahmed Kealany. Neben den Arbeiten an der Wohnung besuchen die drei zudem fleißig einen Deutschkurs der Volkshochschule in Peine, für den sie auch in ihrer Freizeit viel lernen. Seit Dezember gehen sie viermal in der Woche dorthin, und erste Fortschritte sind schon deutlich zu erkennen.

„Wenn wir Stefan besuchen, lesen wir oft Zeitung“, erzählt Hamad zwar noch auf Englisch, aber er wirkt so, als könne er in naher Zukunft das Gespräch auch auf Deutsch führen. Etwas weiter ist da schon Allam Fahd. In gut verständlichen Sätzen antwortet er auf die Fragen in Deutsch. „Die Artikel finde ich nun leicht, aber mit reflexiven Worten habe ich noch Probleme“, lacht er, während die anderen nicken.

Die drei Flüchtlinge schließen den Deutschkurs nicht mit einem Zertifikat ab, sondern absolvieren ihn als Vorbereitung auf den Integrations-Sprachtest. Eine Motivation in Form einer Bestätigung gibt es so also nicht - das hält Aljammal, Kealany und Fahd vom Üben und Sprechen allerdings nicht ab. Eher im Gegenteil: Die Sprache und auch die deutsche Kultur interessiert sie sehr.

Das liegt sicher auch an Stefan Ernst. Er hat die drei Männer in der Küche der Gebläsehalle kennen und schätzen gelernt. Gemeinsam spielen sie sonntags Kniffel oder Uno,. Manche deutsche Redensarten haben sich die drei schon angewöhnt: So bietet Hamad mit den Worten „auf einem Bein kann man nicht stehen“, scherzhaft ein zweites Stück Kuchen an, den Ahmed extra für den Termin mit der PAZ gebacken hat.

Für die nächsten Wochen sind schon Unternehmungen geplant, unter anderem der Besuch einer Blutspende.

 jaw

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