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Fenster von Flüchtlings-Wohnung eingeworfen

Ilsede Fenster von Flüchtlings-Wohnung eingeworfen

Oberg. Unbekannte haben am Samstag in den frühen Morgenstunden versucht, mit einem Blumentopf die Fensterscheibe einer Wohnung an der Kirchstraße in Oberg einzuwerfen.

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Flüchtlingsbetreuer Alfred Maurer zeigt das Fenster.

Quelle: Alfred Maurer

Dort leben derzeit zwei syrische Flüchtlinge. Hinweise auf fremdenfeindliche Motive für die Tat gibt es zur Zeit nicht. Die Polizei ermittelt in alle Richtungen.

Der Vorfall ereignete sich gegen 4.40 Uhr. Nach Angaben von Alfred Maurer, der sich als Flüchtlingsbetreuer ehrenamtlich um die beiden jungen Männer im Alter von 20 und 21 Jahren kümmert, waren diese erst kurz zuvor von einem Besuch in der Peiner Diskothek „Crazy Daisy“ nach Hause gekommen.

Als der oder die Unbekannten den Blumentopf gegen die Fensterscheibe der Wohnung im Untergeschoss des Mehrfamilienhauses warfen, habe der ältere der beiden Männer direkt hinter dem Fenster gesessen, berichtet Maurer. Da Licht gebrannt habe, hält er es für wahrscheinlich, dass der Täter auch gesehen haben muss, dass sich dort jemand befand.

Glücklicherweise sei nur die äußere Scheibe des doppelt verglasten Fensters zerstört worden, sagte Maurer und fügt hinzu: „Für mich besitzt diese Tat eine besondere Schwere, da Verletzungen billigend oder gar mutwillig in Kauf genommen wurden.“ Nachdem der Topf geworfen wurde, habe zudem jemand mit einer Taschenlampe durch ein anderes Fenster der Wohnung geleuchtet, berichtete einer der Flüchtlinge.

Für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, haben Maurer und der Oberger Ortsbürgermeister Jürgen Rissel (hier als Privatperson) eine Belohnung in Höhe von 600 Euro ausgesetzt. Die Höhe des Sachschadens liegt bei rund 500 Euro. Die Polizei bittet unter Telefon 05171/9990 um Hinweise.

Ortsbürgermeister Jürgen Rissel sagt zu dem Vorfall: „In Oberg hat es bislang noch nie Vorfälle mit fremdenfeindlichem Hintergrund gegeben - und mir sind auch keine Personen, die hier leben, mit entsprechendem, auffälligem Hintergrund bekannt.“

Wie Alfred Maurer, der zusammen mit seiner Frau insgesamt acht Flüchtlinge betreut, im Gespräch mit der PAZ berichtete, habe einer der beiden Syrer erzählt, dass es am Abend am Einlass zur Diskothek „Crazy Daisy“ wohl zunächst Probleme gegeben habe.

Der Türsteher habe den beiden Syrern demnach zunächst keinen Eintritt gewähren wollen, sondern nur deren Begleitung, zwei jungen Frauen. Später seien die Männer dann doch reingelassen worden. Der Vorfall in Oberg ereignete sich offenbar kurz nachdem die Frauen die beiden Männer zu Hause abgesetzt hatten.

mic

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