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Experte sprach über die Fusion

Ilseder und Lahstedter Bürger hörten Friedhelm Ottens Experte sprach über die Fusion

Die mögliche Fusion von Ilsede und Lahstedt war Thema bei der Info-Veranstaltung der FBI im Komed. Der Fusionsbeauftragte des Landes, Friedhelm Ottens, appellierte vor etwa 50 Zuhörern für ein Zusammengehen beider Gemeinden. Auch Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes und Lahstedts Vertreter Manfred Tinius äußerten sich.

Groß Ilsede. Ottens startete den Abend mit düsteren Prognosen: Die demografische Entwicklung werde die beiden Gemeinden vor große Probleme stellen. Weniger Einwohner bedeuteten auch weniger Geld – die Folge seien steigende Abgaben. „Wie kommen Sie mit dieser Entwicklung zurecht?“, fragte der Vertreter des Innenministeriums ins Plenum. Ein Schritt in die richtige Richtung sei die Fusion, zumal eine Gebietsreform unter der nächsten Landesregierung ohnehin wahrscheinlich sei, so Ottens, der bereits 20 Fusionen begleitet hat.
Anbieten könne er den sogenannten Zukunftsvertrag zur Entschuldung. Er beinhaltet einen Zuschuss von 12,4 Millionen für Lahstedt und Ilsede bei Fusion. Die Forderung aus den Gemeinden nach weiteren 20 Millionen als Entschädigung für die Hüttenkosten könne er verstehen, ihr aber nicht nachkommen: „Mehr Geld wird es auf die Schnelle nicht geben.“ Insgesamt 250 Millionen werde das Land in 2011 für andere Fusionen binden. Er appellierte an die Bürger, das Angebot anzunehmen – voraussichtlich bis Oktober gelte es noch.
Das Land biete „Hilfe zur Selbsthilfe“ an. Er verspreche weitere projektbezogene Unterstützung im Falle einer Fusion – wie diese Hilfe konkret aussieht, könne kurzfristig nicht geklärt werden.
Bürger aus Ilsede und Lahstedt beteiligten sich rege an der anschließenden Diskussion. Vielen Beiträgen war zu entnehmen, dass man einer Fusion gegenüber nicht abgeneigt sei, aber weitere finanzielle Hilfe brauche, um zukunftsfähig zu sein. Sogar der Vorschlag, die Salzgitter AG in die Pflicht zu nehmen, wurde genannt. Hintergrund: Die AG wurde vom Land von sämtlichen Hütten-Sanierungsauflagen freigestellt, während der Standort Peine im Gegenzug einen neuen Elektro-Ofen bekam – ein Handel zu Ungunsten des Südkreises, so der Vorwurf.
Die nächste Fusionsverhandlung steht Dienstag, 12. April, an. Dann trifft sich Ottens mit Verwaltungsspitzen und politischen Vertretern aus Ilsede, Lahstedt und dem Landkreis Peine.

sip

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