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Erlenzeisig aus Groß Ilsede flog bis nach Finnland

Ilsede Erlenzeisig aus Groß Ilsede flog bis nach Finnland

Ilsede. Vor zwei Jahren beringten Peiner Vogelkundler mehr als 1000 Erlenzeisige in der Region - jetzt gibt es unglaubliche Nachrichten über eines der Tiere:

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Ein Erlenzeisig-Weibchen.

Quelle: Baresi franco

Ein damals in Groß Ilsede markiertes Erlenzeisig-Weibchen ist sage und schreibe 1769 Kilometer weit geflogen und vor Kurzem bei einer Kollision mit einer Fensterscheibe im nördlichen Finnland gestorben.

„Schon am 9. Mai 2013 fing ein norwegischer Vogelbeobachter zwischen Stavanger und Bergen ein Weibchen und ließ es wieder frei - 850 Kilometer vom Beringungsort Groß Ilsede entfernt“, sagt der Peiner Vogelexperte Prof. Dr. Hans Oelke. „Damals waren wir uns sicher, dass noch mit weiteren Überraschungen und neuen Erkenntnissen zu rechnen sei.“ Und er sollte recht behalten.

Die Nachricht über das Vielflieger-Erlenzeisig-Weibchen kam nun von der Vogelwarte Helgoland, Beringungszentrale Wilhelmshaven. „Diesmal flog der Zeisig mit einem Zeitintervall von 772 Tagen doppelt so weit wie sein norwegischer Vorflieger, 1769 Kilometer“, so Oelke. Für die Berechnung der Entfernung sei dabei die kürzeste Strecke ausgewählt. In Wirklichkeit flog der Vogel aber wohl einen viel längeren Weg - auf Umwegen.

„Entweder über Dänemark, Südschweden, am finnischen Meerbusen bis zum Ende und dann querwaldein nach Osten oder über Mecklenburg, Vor- und Hinterpommern, Ostpreußen, die Baltischen Länder, Helsinki und von hier geradewegs durch die Taiga nach Norden“, stellt der Vogelexperte die beiden Alternativ-Routen vor. „Wie die wirklichen Flugwege sind, wird sich erst in Zukunft herausstellen, wenn Zeisige mit sogenannten Geolokatoren ausgerüstet werden. Die hochmodernen, sehr leichten, leider auch sehr teuren Spezialsender geben per GPS und Tag/Nacht-Sensoren den Flugweg auf wenige Meter zeitgenau an.“

Das nun leider verstorbene Erlenzeisig-Weibchen hat seinen Platz in den Geschichtsbüchern der Vogelfreunde übrigens sicher. „In der nunmehr 57-jährigen Geschichte Peiner Vogelberingung meldete sich zum ersten Mal ein Peiner Gastvogel so weit aus dem hohen Norden“, erklärte Oelke. „Dieser Teil von Finnland ist sehr dünn besiedelt. Daher ist es ein wahrer Glücksfall, dort einen beringten Vogel wiederzufinden. Wenn in Zukunft noch Meldungen aus dem noch weiter nördlichen Brutgebiet der Zeisige, also aus Nordwestrussland eintreffen würden, gliche das einem Lotteriegewinn.“

mu

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