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Erinnerung vor „majestätischer Kulisse“

Groß Ilsede Erinnerung vor „majestätischer Kulisse“

Groß Ilsede. Seit Donnerstag ist der kommunale Groß Ilseder Friedhof etwas ganz Besonderes: Er ist in Niedersachsen der dritte und im Peiner Land der erste seiner Art, der neuerdings „gärtnergepflegte Grabstätten innerhalb eines Memoriam-Gartens“ anbietet.

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Der erste „Memoriam-Garten“ im Peiner Land auf dem Ilseder Waldfriedhof.

Quelle: Büchler

„Tief beeindruckt“ zeigte sich Groß Ilsedes Ortsbürgermeisterin Ilse Schulz in ihrer Rede anlässlich der Feierstunde zur Bestimmungsübergabe „von dem Resultat politischer Entschlüsse, die dieses gelungene Projekt für Bürger als pflegeleichtes Bestattungsangebot mit Würde und Ästhetik vor majestätischer Kulisse möglich gemacht hat“.

Die Anlage hinter der Friedhofskapelle ist von professioneller Hand als Blumengarten vor einer weiträumigen und gepflegten Rasenfläche und dem eindrucksvollen Baumbestand des Ilseder Holzes gestaltet. Allerdings wird diese durchaus zur Meditation einladende Aussicht derzeit noch von dem in unmittelbarer Nähe des Memoriam-Gartens platzierten Gartenabfall-Container nebst Mülleimer eingeschränkt.

Die Namen und Lebensdaten der künftig unter dem kunstvoll angelegten Blumenarrangement bestatteten Verstorbenen werden auf speziellen Grabmalen genannt. Kunden können nach Auskunft der Gemeinde Ilsede einen Teil dieser Grabanlage inklusive Dauergrabpflege zu einem Festpreis ohne weitere Folgekosten kaufen. Das Geld wird von der Treuhandstelle für Grabpflege verwaltet und garantiert den Hinterbliebenen eine reibungslose Grabpflege.

„Den eigenen Tod stirbt man nur, mit dem Tod der anderen muss man leben“, zitierte dann auch Uwe Stapelmann, Geschäftsführer der Treuhandstelle, die deutsche Schriftstellerin Mascha Kaleko. Er pries in seiner Rede die Vorteile der neuen Bestattungsanlage mit „41 Grabstellen in der ersten Ausbauphase“ und mahnte außerdem zur Bestattungsvorsorge zu Lebzeiten, um „unweigerlich entstehenden emotionalen Stress im Ernstfall“ möglichst zur vermeiden.

„Hier werden ihre Namen wohnen“, kündigte Walter Färber, Pastor der evangelischen Kirchengemeinde in seiner Ansprache an und bezeichnete sowohl den „Garten der Erinnerung“ als auch den gesamten Groß Ilseder Waldfriedhof als „Ort der Versöhnung zwischen Mensch und Natur“, der nicht nur das Andenken an Menschen beherberge, sondern auch das Andenken an jenen Garten, in dem der Erlöser auferstanden sei. An Letzteren wandte sich mit bewegenden Worten Thomas Mogge, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde, und erhielt dafür, wie seine Vorredner und das evangelische Musikteam unter der Leitung von Daniel Keding, Applaus.

Für manche Gäste so gewöhnungsbedürftig wie der zum Teil rasante Wandel der Bestattungskultur war indessen der „gemütliche“ Teil, bei dem mit kühlen Getränken an Party-Tischen auf das erfolgreiche Memoriam-Garten-Projekt angestoßen wurde. Aber schließlich ist der Groß Ilseder Waldfriedhof jetzt etwas ganz Besonderes - im Peiner Land und in Niedersachsen.

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