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Emotionale Reise in die Vergangenheit der Ölsburger „Liebes-Schmuggler“

Ilsede Emotionale Reise in die Vergangenheit der Ölsburger „Liebes-Schmuggler“

Ölsburg. Das Interesse an ihrer außergewöhnlichen Geschichte reißt nicht ab - zu Recht: Catrin und Dieter Hennecke aus Ölsburg haben die Geschichte ihrer außergewöhnlichen Liebes-Flucht aus der DDR dem MDR erzählt. Das Ergebnis ist morgen Nachmittag zu sehen.

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Das MDR-Kamerateam mit Dieter Hennecke (2.v.l.).

Quelle: oh

Ein Kamera-Team des Mitteldeutschen Rundfunks begleitete das Ölsburger Ehepaar Catrin und Dieter Hennecke auf eine Reise in die Vergangenheit. Basierend auf einem Bericht in dem Portal „Geschichte Mitteldeutschlands“ (PAZ berichtete) wurden Catrin und Dieter Hennecke vom MDR gebeten, ihre Geschichte im neuen Sendeportal „Heute im Osten“ weiter zu erzählen. Die Redaktion interessierte sich für das, was nach der Flucht geschehen ist und die spannende Fortsetzung des Glücks der beiden, die bis heute alle Höhen und Tiefen gemeinsam überwunden haben. „Man wollte wissen, wie es in den ersten Jahren war, wie wir den Fall der Mauer erlebten und von dem unmöglich geglaubten Wiedersehen mit den Eltern, Freunden, Bekannten und ehemaligen Arbeitskollegen erfahren“, erzählt die Ölsburgerin. „Es wurde eine emotionale Reise in die Vergangenheit bis zum heutigen Tag.“

Hintergrund: Es war Liebe über Grenzen hinweg. 1984 schmuggelte der Ölsburger Dieter Hennecke seine damalige ostdeutsche Freundin Catrin Loki zwischen Kofferraum und Rückbank seines Mercedes aus der DDR in die Bundesrepublik (PAZ berichtete mehrfach).

Gedreht wurde mit zwei Kamerateams in Ilsede, Berlin und an der Gedenkstätte Marienborn - dort war die Grenzstation, die Dieter Hennecke zu den Besuchen bei seiner Catrin in Leipzig passieren musste. Er berichtete vor den Kameras von den Repressalien der ostdeutschen Grenzer, die er erfahren hatte und die vielen Menschen aus dem Westen ein Grauen waren. „Selbst heute erzeugt dieser Ort ein bedrückendes Gefühl. Die Macht der DDR-Organe war damals einschüchternd und beängstigend“, sagt Dieter Hennecke. „Sogar die Luft roch an der Grenze anders.“

Auch die Beziehung von Catrin Hennecke zu ihrem Vater war Thema - dieser war damals Mitarbeiter des DDR-Geheimdienstes. Auch er sollte aus seiner Sicht erzählen, was ihm nach der Flucht seiner Tochter widerfuhr. So wurde er genötigt, seine Tochter für tot zu erklären, wogegen er sich auflehnte und den Dienst verlassen musste.

„All das war für uns zutiefst emotional“, resümiert Catrin Hennecke, die gespannt auf den Bericht ist.

Gesendet wird der Beitrag am Sonntag, 10. November, um 16.05 Uhr beim MDR, „Heute im Osten“.

sip

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