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Emotionale Begegnungen mit Ureinwohnern und die Sache mit dem WM-Endspiel

Solschen Emotionale Begegnungen mit Ureinwohnern und die Sache mit dem WM-Endspiel

Solschen. Mit 22 Mitreisenden hat der Pastor im (Un-)Ruhestand Eckehard Fröhmelt aus Solschen vor Kurzem Brasilien besucht. Im Jahr der Fußball-WM erlebte die Reisegruppe dabei aufregende Tage - im zweiten und letzten Teil der Reportage erzählt der Solschener von seinen Erlebnissen.

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Die Reisegruppe um den Solschener Eckehard Fröhmelt (rechts) machte in Brasilien viele interessante Bekanntschaften.

Quelle: Manfred Brusten

„Im Zentrum der zweiten Woche der Reise stand der Bundesstaat Bahia - manchem vielleicht bekannt aus dem Lied ,Maria aus Bahia’, gesungen von René Carol aus dem Jahre 1950“, sagt Fröhmelt. Herausragend dabei: die magische Stadt Salvador da Bahia mit der größten Bucht der Welt am Atlantik. „Die deutsche Fußballnationalmannschaft hat mit Porto Seguro als Quartier für die Weltmeisterschaft im Juni in Brasilien eine sehr gute Wahl getroffen“, findet Fröhmelt. Porto Seguro, direkt am Atlantik gelegen, mit vielen schönen Stränden, wird auch das Mallorca Brasiliens genannt.

Hier landeten die Portugiesen um 1500 und nahmen Brasilien für Portugal in Besitz. „Es lebten hier und anderswo etwa fünf Millionen Indianer - heute sind es noch 500 000“, erzählt der Solschener. Einen kleinen Teil davon lernte die Reisegruppe im Reservat der Patacho-Indianer kennen. „Wir wurden von den Nachkommen der Ureinwohner sehr herzlich empfangen. Man erklärte uns ihre Geschichte und Bräuche“, sagt Fröhmelt.

Zu Ehren der Reisegruppe wurde schließlich noch ein Tanz in alter Tradition aufgeführt - in Lendenschurz, mit stolzem Federschmuck und Fest- oder Kriegsbemalung sowie Pfeil und Bogen und Speer. „Die Begegnung war mehr als eine Showveranstaltung, denn das Indianer-Reservat können die Bewohner nur mit Hilfe der Touristen unterhalten, die für Eintritt, Essen und Kunsthandwerk Geld dort lassen“, erzählt Fröhmelt sichtlich bewegt. „Fast wie Freunde nahmen wir Abschied.“

Karneval gibt es in Brasilien übrigens nicht nur in Rio. In Salvadors Altstadt ist das ganze Jahr über Karneval - „aber ganz anders als in Köln oder Düsseldorf“, findet der Solschener. „In Brasilien herrschen die satten Farben der fantasievollen Kleider vor. Die Sonne, die praktisch das ganze Jahr über scheint, macht es leicht, verschwenderisch mit Farben und Formen und Klängen umzugehen.“

Doch die Mitglieder der Reisegruppe lernten nicht nur die brasilianische Lebenslust kennen - auch vor den Schattenseiten des südamerikanischen Landes verschlossen sie nicht die Augen. „Armut hat für Brasilianer eine völlig andere Bedeutung, denn dort leben noch viele Millionen Menschen in Elendshütten ohne Wasser und Strom“, sagt Fröhmelt. „Und doch hat Brasilien eine gewaltig beeindruckende Entwicklung durchgemacht. Aber es braucht Zeit. Das sagen auch immer wieder die Brasilianer selbst - und sie sind sehr stolz darauf, Brasilianer zu sein.“

Übrigens: In Brasilien rechnet man anscheinend ganz fest mit einem WM-Endspiel zwischen Brasilien und Deutschland im Maracana-Stadion von Rio, das die Gruppe besuchte. Für die Menschen von Rio bis zum Amazonas steht der Sieger dabei natürlich schon fest. „Wenn sie sich in dem Punkt mal nicht vertun“, sagt Fröhmelt mit einem Lachen.

mu

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