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Eisernes Ehepaar und allerbeste Freunde

Ilsede Eisernes Ehepaar und allerbeste Freunde

Bülten. Vor 85 Jahren spielten sie das erste Mal gemeinsam in einem Mindener Sandkasten, 20 Jahre später heirateten sie - auf den Tag heute vor 65 Jahren.

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Halten sich auch nach 65 Ehejahren noch fest an der Hand: Hildegard und Hildbert Bischoff aus Bülten.

Quelle: uj

„Eiserne Hochzeit“ nennt der Volksmund das „Ehejubiläum“, das Hildegard und Hildbert heute Bischoff feiern - „und wir sind sehr, sehr dankbar dafür“, sagen die beiden.

Das Ende des Zweiten Weltkrieges wird für die beiden zum zwischenmenschlichen Neubeginn: Während sie an einem Sonntag 1945 im Garten des Elternhauses Erdbeeren pflückt, spaziert er - am Vortag aus der Kriegsgefangenschaft entlassen - am Gartenzaun vorbei. Aus der zufälligen Begegnung („vorher kannten wir uns nur flüchtig“) ergibt sich eine Verabredung zum Tanz. Er: „Endlich war das wieder erlaubt!“ Und damit „die Grundsteinlegung unserer Liebe“.

Das Fundament seiner beruflichen Karriere hat Hildbert Bischoff bereits vor seiner Einberufung zur Luftwaffe 1942 mit seinem Maschinenbaustudium gelegt. Obwohl Deutschland in Schutt und Asche liegt, tritt der junge Ingenieur eine Stelle als Maschinensteiger in einem Kohlebergwerk in der Nähe von Minden an.

1948 heiratet das Paar „noch in der Lebensmittelkartenzeit“. Wunderbar warm und wunderschön haben die beiden ihre Hochzeitsfeier 1948 in Erinnerung - ebenso wie die Schwierigkeiten, die Verpflegung der Gäste sicherzustellen. 1959 kommt das Paar nach Bülten, weil der Ingenieur die Betriebsleitung des Schachtes Emilie übernimmt. Die Ehefrau sorgt unterdessen auch dafür, dass es für Mann und Söhne mittags daheim nach Essen duftet.

Ihr Hobby, den Wintersport in Osttirol, gibt das Paar erst mit Anfang 70 „sicherheitshalber“ auf. Die Reisen durch Europa, in die USA, Kanada und auf die meisten Mittelmeer-Inseln muten sich die inzwischen 91- und 89-Jährigen auch nicht mehr zu.

Liebevoll pflegen sie allerdings nach wie vor den Kontakt zu ihrer Heimatstadt Minden und gestalten ebenso sorgfältig ihren Alltag. Er arbeitet ihr täglich in der Küche bei der Zubereitung von Mahlzeiten zu. Die Regie am Herd führt nach wie vor sie - und der tägliche Mittagsschlaf ist dem Paar heilig.

Das Auf und Ab des Lebens hätten sie stets mit „Vertrauen und Offenheit“ mit- und füreinander getragen, sich nie allein gelassen und seien sich so „auch allerbeste Freunde“ geworden: ihr persönliches Rezept für eine erfolgreiche und anhaltend glückliche Ehe. Wofür sie besonders dankbar sind? „Dass wir uns so lange haben dürfen“, sagen sie, lachen sich an und halten sich fest an der Hand.

uj

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