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Ein Ehrenplatz für die alte Dorfkapelle

Ilsede Ein Ehrenplatz für die alte Dorfkapelle

Groß Bülten. Irgendwie gehören sie immer noch zusammen - auch wenn sie sich schon seit Jahrzehnten nicht mehr wöchentlich, sondern nur noch etwa alle drei Jahre treffen: Die Pfadfinder des 1948 gegründeten Stammes der christlichen Pfadfinder aus Groß Bülten.

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Das große Foto zeigt (von links): Modellbauer Klaus Schmidt, Pastorin Irmtraud Schliephake, Klaus-Dieter Hipke vom Kirchenvorstand, Ex-Pfadfinder Helmut Pätz sowie Wolfgang Hilger vom Kirchenvorstand.

Quelle: rb

Heute werden etwa 20 ehemalige Mitglieder erwartet, um mit einem Gottesdienst um 16 Uhr in der Groß Bültener Heilig-Geist-Kirche den 65. Gründungstag ihres Pfadfinderstammes „Winfried“ im Jahre 1948 zu feiern.

Ein hohes Fest zweifellos, zu dem der inzwischen 72-jährige „Ex-Pfadi“ Klaus Schmidt der Kirchengemeinde im Namen seiner Pfadfinderkameraden ein ganz besonderes Geschenk überreichen wird: Ein Modell der um 1200 erbauten und 1904 zu Gunsten des Neubaues der Groß Bültener Heilig-Geist-Kirche abgerissenen Dorfkapelle.

Die Anregung zu diesem besonderen Bauprojekt habe er beim Pfadfindertreffen vor drei Jahren vom ehemaligen Stammesmitbegründer Dieter Schwarz bekommen, erzählt Schmidt. Lediglich nach wenigen erhaltenen Bildern und einer unvollständigen Zeichnung hat der pensionierte Mauerpolier nun sein Werk vollendet und präsentierte es der zuständigen Pastorin Irmtraud Schliephake und Vertretern des Kirchenvorstandes.

Und was da in etwa 100 Arbeitsstunden im Schmidtschen Hobbykeller entstand, kann sich wahrlich sehen lassen. Detailverliebt und akribisch ist der Bauprofi vorgegangen: Auf den Grundbaustoff Holz brachte Schmidt ein Kunststoffgewebe auf, um dem darauf aufgetragenen Armierungsmörtel Halt zu geben.

Aufgesetzter Leine-Kies und zusätzliche Malerarbeiten präsentieren das Sakralbau-Modell nun in der typischen Fassadenstruktur. Und natürlich tickt im Turm des Kapellen-Modells auch eine Uhr. Schmidt erzählt von Modellbau-Tricks, der Unterstützung aus dem Freundeskreis und welche handwerklichen Kniffe für die Gestaltung des Kapellen-Daches erforderlich waren.

Die Dorfkapelle habe bis 1905 „schräg links gegenüber des heutigen Groß Bültener Hofes“ gestanden, erklärt Pastorin Schliephake und dass die Steine des Kapellenturmes die Basis des Neubaues der Heilig-Geist-Kirche bildeten. Das Kapellen-Modell indessen werde einen Ehrenplatz in der Heilig-Geist-Kirche bekommen

Eine Kleinigkeit jedoch möchte Gartenfreund Schmidt allerdings erst nach Abschluss der Erntesaison noch nachliefern: „Die kleine Glocke unter einem kleinen Dach in der Nähe des Eingangs“ kündigt er an und es scheint, als trüge er am liebsten wieder sein blaues Pfadfinderhemd - obwohl sein Pfadfinderstamm seit 1960 nicht mehr besteht.

uj

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