Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -4 ° wolkig

Navigation:
Duo „Euphoryon“ begeisterte die Zuhörer

Gadenstedt Duo „Euphoryon“ begeisterte die Zuhörer

Gadenstedt. Das Schöne am Mainstream ist, dass man ihn verlassen kann, sogar, ohne sich die Ohren zuzuhalten. „Man“, das sind studierte Musiker wie Malte Vief (Gitarre) und Michael Hübner (Cello) aus Dresden, alias Duo „Euphoryon“ am flackernden Kamin in der Stellmacherei auf offene Ohren treffen.

Voriger Artikel
Gebläsehalle soll Eigentum des Kreises werden
Nächster Artikel
Hüttengelände: Kreis plant Hallen für Flüchtlinge

Michael Hübner (Cello) und Malte Vief (Gitarre) überzeugten in der Alten Stellmacherei.

„Man“, sind aber auch genau jene Zuhörer, die dort den beiden Dresdnern auf ihrem Weg in die hochwillkommenen Nischenplätze des „musikalischen Ackerbaus“ folgen und eine „Klangsaat“ aufgehen hören, die es nach den ersten behutsamen Hörproben als bissfest, würzig und über die Maßen, sagen wir erfrischend und prickelnd genießt. Den beiden sowohl als Solisten als auch als Duo preisgekrönten Musikern liegt es fern, das Rad klanglich neu zu erfinden, sie wollen aber Bewährtes in neue Formen bringen. Und dies in einer instrumentalen Kombination, die im ersten Moment äußerst gewöhnungsbedürftig wirkt.

„Bei uns ist vieles anders“, sagen sie, meinen das aber nicht als Warnung. Vielmehr lassen sie sich inspirieren von dem, was es gibt, um es zu dem zu wandeln, was es eben noch nicht gibt. Mal sorgt das Cello für den soliden Unterbau, auf dem die Gitarre (gerne auch als siebensaitige Sonderanfertigung für spannende Exkursionen im tonalen Keller) hörenswert variiert. Wie aus dem Nichts entstehen dann die unerwarteten Rollenwechsel, wenn der Bogen tanzt und hüpft und diverse lautmalerische Raffinessen die Möglichkeiten des Cellos aufzeigen.

Von Viefs Gitarre tropfen „Tränen der Zeit“ in ungeahnte romantische Tiefen, dann lässt der Rhythmus konzertanten Rocks Füße wippen, und bei einem sehr speziellen Rondo ist musikalisches Mitdenken erforderlich, wenn die Instrumente wie in Zwiesprache miteinander kommunizieren.

Beschriebene Musik sei wie erzähltes Mittagessen notierte einst Franz Grillparzer. Damit hätte er auch das Duo „Euphoryon“ meinen können. Man muss sie einfach persönlich erleben - und so ist gut nachvollziehbar, dass das Publikum durch besonders hartnäckigen Applaus die beiden Musiker in eine großzügig bemessene Verlängerung bat - und jene sich gerne bitten ließen.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ilsede

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung