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Die „Stellmacherin“ wird heute 60 Jahre

Gadenstedt Die „Stellmacherin“ wird heute 60 Jahre

Gadenstedt. 20 Jahre ist es auf den Tag her, da feierte Jutta Reuting, heute Stellmacherei-Intendantin in Gadenstedt und Liebling sowohl in Künstlerkreisen als auch bei ihrem Publikum, ihren 40. Geburtstag. Dass ihre neue Lebensdekade ab heute vorne die sechs trägt, sieht die Gadenstedterin gelassen - nein, sehr gelassen.

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Jutta Reuting, Leiterin der Alten Stellmacherei in Gadenstedt, wird heute 60 Jahre alt.

Quelle: uj

„Ich habe schon immer den Augenblick genossen“, sagt sie. Und während sie langsam den Löffel in die Kaffeetasse senkt und diese dann allmählich an die Lippen führt, fühlt man sofort: Es braucht viel, um diese Frau aus der Ruhe zu bringen. „Ich versuche, möglichst alles, was geschieht, positiv zu sehen“, bestätigt sie lächelnd und mit offenem Blick, als sie die Tasse wieder abstellt.

„Alles“, das bedeutet ihr neben ihrer Familie jene anspruchsvolle Arbeit, durch die ihre bei Künstlern und Publikum gleichermaßen beliebte kleine Kulturkapelle jene besondere Ausstrahlung atmet. Jene Atmosphäre, die der Ort bereits besaß, als vor 50 Jahren noch Wagenräder aus Holz durch Reutings Vater, Stellmachermeister Hermann Thieß geformt wurden.

Nach dessen Tod entschloss sich Tochter Jutta, den einstigen Betrieb als das weiterzuführen, was er bereits war, als schon ihre Ahnen ihr spezielles Handwerk in der etwa 300 Jahre alten Werkstatt ausübten: als einen Ort der Begegnung, des Gesprächs und einer besonderen Behaglichkeit. Die wahre Leidenschaft für ihre Profession gepaart mit der freundlich-urigen Stimmung des Aufführungsortes sind wohl die unbedingt erforderlichen Beigaben, die Jutta Reutings Erfolgsgeschichte und die ihrer Alten Stellmacherei bereits seit 18 Jahren befeuert.

Längst verfügt die gelernte Bankkauffrau über ein entsprechend ausgedehntes Netzwerk. „Horizonterweiterung“ nennt sie das, „Bereicherung der Lebensqualität“ und meint dabei auch die Belebung ihres eigenen Musikempfindens. „Ich bin in diesen Jahren sehr viel offener geworden für die unterschiedlichen musikalischen Stile“, sagt sie, lehnt sich zurück und schwärmt beispielsweise vom Duo „Hand on Strings“, jenen zwei Dresdener Musikprofessoren, die sowohl sie als auch das Publikum mit ihrer Interpretation von Weltmusik in Euphorie getrieben hätten.

An der Schwelle ihres neuen Lebensjahrzehnts erwartet die gelernte Bankkauffrau, die nach 20-jähriger Laufbahn im erlernten Beruf nun schon ebenso lange als Sekretärin in einer Frauenarzt-Praxis arbeitet, ihre gewonnene Lebenserfahrung und ihre neue Sicht der Dinge umsetzen zu können. Die teilt sie übrigens seit acht Jahren mit ihrem Lebensgefährten, „der eine unschätzbare Ergänzung und Bereicherung in mein Leben gebracht hat“. Und so Gott wolle, blieben sie und die Alte Stellmacherei noch lange jung.

uj

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