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„Die Erinnerungen werden mich begleiten“

Ilsede „Die Erinnerungen werden mich begleiten“

Groß Bülten . Von Groß Bülten in die große weite Welt: Für zehn Monate hat PAZ-Mitarbeiterin Celine Wolff die Beschaulichkeit der Ilseder Ortschaft mit dem Trubel in Kalifornien getauscht. Heute blickt sie auf ihr Austauschjahr zurück.

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Willkommen in Deutschland: Celine (Mitte mit Schild) wird von ihrer Familie am Flughafen Hannover empfangen.

Quelle: oh

Ein Auslandsjahr ist wie eine Fahrt mit der Achterbahn. Es gibt Höhen und Tiefen – aber ich bin froh, vom Anfang bis zum Ende mitgefahren zu sein. Mein Traum war immer, auf eine High School in Amerika zu gehen, Basketball zu spielen und dieses Gefühl zu bekommen, ein Teil einer echten High School zu sein. Und diesen Traum habe ich in den vergangenen Monaten gelebt.

Mittlerweile bin ich schon einige Wochen wieder zurück in Deutschland und lebe mich immer mehr in den deutschen Alltag ein. Meine Sprache macht mir immer noch ein wenig Probleme, da kommt dann mal hier und da ein englisches Wort raus oder mir fallen die Worte nur noch in Englisch ein. Auch mein amerikanischer Akzent ist öfters noch einmal zu hören.

Ein Auslandsjahr kann ein Leben verändern. Ich merke davon zwar im Moment noch nicht ganz so viel, aber ich weiß, dass ich viel fürs Leben gelernt habe. Anfangs konnte ich mich noch nicht so gut verständigen, war noch schüchtern und habe kaum etwas verstanden, aber am Ende meines Abenteuers konnte ich fließend Gespräche führen.

Viele der typischen Klischees über die Amerikaner haben sich in Laufe der Zeit übrigens bestätigt: So war mein Essen nach der Ankunft mitten in der Nacht ein Sandwich mit Wurst und viel Mayonnaise, Fast-Food-Ketten haben auf den Kontoauszügen ihren Stammplatz gefunden, Badelatschen mit Sportsocken stören keinen – und die amerikanische Mentalität spürte man auch täglich. Nach den zehn Monaten habe ich auch verstanden, warum die Deutschen als eher steif gelten, denn in den USA sind alle sehr offen, hilfsbereit und stellen immer ganz viele Fragen.

Mein letzter Monat des Auslandsjahrs war übrigens nochmal ziemlich spannend: Prom, der große Abschlussball, stand an – und ich hatte einen meiner besten Abende. Auch da passt wieder die Vorstellung, die man aus den Hollywood-Filmen hat: Kleid suchen, Schuhe kaufen, Make Up- und Friseurtermin – und dann muss der Partner natürlich auch noch die richtige Anzugfarbe haben. Dazu mussten noch Anstecker und das passende Blumenbukett besorgt werden.

Auch San Francisco konnte ich in meinem letzten Monat noch einmal besichtigen. Die Fahrt durch die Stadt war sehr eindrucksvoll. Chinatown, Pier 39, Downtown und natürlich die Golden Gate Bridge – all das wird mir immer in Erinnerung bleiben. Kurz vor meiner Abreise hatten die Abschlussschüler die große Graduation (Abschlussfeier). Ich durfte als Elftklässlerin zwar keine Cap and Gown (Hut und Seidenanzug) tragen, dafür habe ich meine ganzen Freunde aber kräftig angefeuert. Einmal live dabei zu sein, ist schon beeindruckend.

Mein Auslandsjahr ist zwar vorbei, aber das Abenteuer dauert noch immer an. Die Erinnerungen werden mich immer auf meinem Lebensweg begleiten – und ich weiß, dass ich Familie und Freunde in Madera in Kalifornien habe. Vielleicht war es nicht das allerbeste Jahr meines Lebens, aber ein sehr hilfreiches, abenteuerreiches und das beste Schuljahr auf jeden Fall.

cw

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