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„Der Verbraucher muss umdenken!“

Hähnchenmast-Diskussion „Der Verbraucher muss umdenken!“

Ist Hähnchenmast Tierquälerei oder eine Einnahme-Alternative für Landwirte? Darüber diskutierten am Donnerstagabend 8 Experten sowie etwa 180 Besucher im „Groß Bültener Hof“.

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Etwa 180 Besucher waren zur Diskussionsrunde in den „Groß Bültener Hof“ gekommen.

Quelle: Christian Bierwagen

Ilsede-Groß Bülten. Als Krawall-Veranstaltung wurde sie in manchen Kreisen vorab schon gehandelt – zu unrecht. Denn die Diskussionsrunde im „Groß Bültener Hof“ zum Thema Hähnchenmast verlief äußerst diszipliniert und war vor allem eins: lang.

Am Anfang gab es kurze Beiträge der Experten auf dem Podium. Zwei Befürworter der Mastställe sahen sich dort mit sechs „Gegnern“ konfrontiert. Zuerst erläuterte Dr. Christian Sürie vom Lehr- und Forschungsgut der Tiermedizinischen Hochschule Hannover die Grundlagen der Hähnchenmast.

„Ihr macht euch abhängig“

Henning Pieper von der Landwirtschaftskammer beleuchete dann die Chancen der Anlagen für die Landwirte, bevor die Gegner der Mastställe zu Wort kamen. Die Landwirte Frank Limpinsel vom Adolphshof bei Hämelerwald und Wilfried Stecher aus Jerstedt bei Goslar erläuterten die Schwierigkeiten einer artgerechten Tierhaltung innerhalb eines globalen Fleischmarktes.

Scharfe Kritik an den geplanten Anlagen – insgesamt sollen im Peiner Land fünf entstehen – übte dann Peter Butz, Sprecher der Bürgerinitiativen gegen die Mastställe. In das gleiche Horn stießen anschließend die beiden Politiker Christian Meyer (Grüne) und Marianne König (Die Linke).

Den Abschluss auf dem Podium bildete Eckehard Niemann von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft. Mit einem flammenden Appell richtete er sich an die Landwirte im Saal und warnte sie vor dem Bau der Anlagen. „Ihr macht euch von den Großschlachtereien abhängig“, sagte er in donnerndem Ton.

Nach dem Podium waren dann die Gäste im Saal gefragt. Äußerst kenntnisreich fragten viele Bürger nach, ließen sich Details der Anlagen erklären oder machten einfach ihrem Unmut Luft. „Wir Verbraucher müssen umdenken!“, betonte eine Besucherin. „Sonst hat diese ganze Diskussion überhaupt keinen Zweck.“ Und hatten sie sich vorher herzhaft gestritten – in diesem Punkt waren sich Befürworter und Gegner der Ställe einig.

Tobias Mull

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