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Chor löst sich nach 100 Jahren auf

Solschen Chor löst sich nach 100 Jahren auf

Traurig, aber ohne Alternative: Nach 100-jährigem Bestehen hat sich die Chorgemeinschaft Solschen nun aufgelöst

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„Ein Highlight zum Abschluss“: Am 28. Mai feierte die Chorgemeinschaft ihr 100-jähriges Bestehen bei einem Jubiläumskonzert – jetzt hat sie sich aufgelöst.

Quelle: A

Solschen. „Es tut schon weh“, sagt Edelgard Czeschelski während sie die gesammelten Fotos durchsieht. Die Bilder zeigen Sänger und Sängerinnen bei Auftritten, Umzügen, beim Boßeln und Proben – und vor allem zeigen die alten Fotos oft viele Chormitglieder. Das scheint schon lange her zu sein: Aus Mangel an Mitgliedern hat sich die Chorgemeinschaft Solschen jetzt aufgelöst.

„Zuletzt waren wir 16 aktive Mitglieder, mit Passiven sogar 40“, sagt Adolf Weiss, der wie auch Czeschelski im Chor singt. „Aber vier Aktive wollten ohnehin aufhören – sie haben nur wegen dem Jubiläum das vergangene Jahr noch weitergemacht. Und vierstimmige Volkslieder in einem Chor mit 12 Leuten singen? Das geht nicht“, sagt er kopfschüttelnd.

Bei der jüngsten Hauptversammlung kam es zu dem bis auf wenige Gegenstimmen mehrheitlichen Beschluss. „Das war letztendlich eine sehr schwere Entscheidung, auch wenn es sich schon lange angebahnt hat“, sagt  Czeschelski. „Altersbedingt.“

Einige Teilnehmer seien inzwischen sogar über 80 Jahre alt – und es kommen keine jungen Leute nach. „Wir wollten immer deutsches Liedgut erhalten, doch die Jüngeren interessieren sich eher für Gospel“, sagen beide. Im Vorfeld der 100-Jahrfeier im Mai 2011 hatte man schon darüber gesprochen, dass dies auch die Abschiedsveranstaltung sein könnte. „Dennoch wollten einige Mitglieder weitermachen“, erzählt Czeschelski. „Eine Lösung für unser Problem hatte aber keiner parat.“  Künftig müssen deshalb Kirchenfeste und andere Veranstaltungen ohne die Chorgemeinschaft stattfinden.

Ganz aufgeben wollen die Solschener Sänger zumindest ihre Gemeinschaft nicht. „Wir werden uns weiterhin zum Stammtisch im Gasthaus ‚Zur Kastanie‘ treffen, wo auch die Fahne des Chors aufbewahrt wird. Auch Aktivitäten wie Ausflüge werden wir weiterhin unternehmen“, so die Solschenerin.

Anfragen aus anderen Chören im Kreis Peine habe es übrigens auch schon gegeben – „überall werden Mitglieder gesucht“, sagt Adolf Weiss. „Aber für viele von uns ist es jetzt noch zu früh.“

sip

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