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CDU: Christian Gleicher ist Bürgermeister-Kandidat

Ilsede CDU: Christian Gleicher ist Bürgermeister-Kandidat

Ilsede . Es war eine knappe Entscheidung, doch nun steht es fest: Der Groß Ilseder Christian Gleicher wird bei der Bürgermeisterwahl am 12. April von dem CDU-Gemeindeverband Ilsede-Lahstedt unterstützt. Bei der Mitgliederversammlung am Donnerstag erhielt der Parteilose 31 Stimmen, 27 Mitglieder votierten für Rolf Bräuer von den Grünen. Zudem gab es zwei Enthaltungen und eine ungültige Stimme.

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Im Ilseder Rathaus wird nach der Wahl am 12. April ein neuer Bürgermeister einziehen.

Quelle: A

„Beide Bewerber haben ihre Stärken und beide haben eigene Schwerpunkte“, fasst CDU-Verbandschef Hannes Beims die Wahl zusammen. „Der Vorstand hatte überlegt, einen Kandidaten zu empfehlen. Es wurde viel debattiert, aber wir konnten keinen empfehlen, da beide sehr gute Qualifikationen mitbringen.“ Die - wenn auch knappe - Entscheidung für Gleicher liegt Beims Ansicht nach vermutlich in der Parteizugehörigkeit seines Mitbewerbers Rolf Bräuer zu den Grünen.

Dennoch, „die knappe Entscheidung ist ein deutliches Zeichen nach außen, dass wir nicht so einen hohen Wert auf das Parteibuch legen. Wir sind eine weltoffene, zukunftsorientierte Partei und waren auf der Suche nach jemanden, der nicht aus der eigenen Verwaltung stammt und so einen anderen Blickwinkel hat.“

Gleicher wie auch Bräuer seien innovativ und „starke Kandidaten“ gewesen. Der 48-jährige Gleicher will sich nun in seiner Kandidatur vor allem den Themen Haushaltskonsolidierung, Abwasserproblematik und interkommunale Zusammenarbeit widmen. „Wir haben einen guten Kandidaten“, ist Beims zuversichtlich. „Er wird von den Mitgliedern getragen und von uns gestützt. Mit Christian Gleicher haben wir bei der Bürgermeisterwahl auf jeden Fall eine gute Chance gegen Herrn Fründt.“

ju

Gleicher: „Weg vom Kirchturmdenken in Verwaltungen“

Ilsede . Nicht als Selbstdarsteller möchte sich Christian Gleicher präsentieren, sondern als einer, der für die Bürger tätig ist. Der 48-jährige Parteilose möchte Bürgermeister der Gemeinde Ilsede werden, mit Unterstützung der CDU. Die PAZ fragte ihn zu seinen Beweggründen, seinen Zielen – und zu seinen Hobbys.

Herr Gleicher, warum wollen Sie Bürgermeister der Gemeinde Ilsede werden?
Ich habe mich die letzten zwei Jahre mit dem Thema beschäftigt. Ich bin Bewohner von Groß Ilsede und die Gemeinde liegt mir am Herzen. Außerdem habe ich 30 Jahre Arbeitserfahrung in der Kommunalverwaltung beim Landkreis Peine und möchte den Bürgern meine Qualifikationen zur Verfügung stellen. Durch meine Tätigkeit beim Rechnungsprüfungsamt und bei der Kommunalaufsicht habe ich auch Einblicke in die Verwaltungen der Gemeinden Ilsede und Lahstedt erhalten.

Was sagt Ihre Familie zur Kandidatur?
Meine Familie unterstützt mich, und auch im Freundeskreis habe ich viel Rückhalt und Zuspruch erfahren – auch weil ich als Parteiloser antrete.

Sie sind parteilos, treten aber als Kandidat für die CDU an. Warum?
Ich bin von der CDU Ilsede angesprochen worden. Zunächst hatte es Gespräche gegeben, dass es in der schwierigen Anfangsphase nach der Fusion Sinn machen würde, als gemeinsamer Kandidat von SPD und CDU aufgestellt zu werden. Daher hatte ich mich auch bei der SPD beworben. Dort hat man sich im Auswahlverfahren aber gegen mich entschieden, aus dem Grund, dass ich nicht in die SPD eintreten werde. Ich wollte nach allen Seiten offen sein.

Was sind die drei größten politischen Aufgaben in der Gemeinde Ilsede und wie wollen sie diese lösen?
Zum einen ist da die Zusammenführung der beiden Verwaltungen und die Harmonisierung unterschiedlicher Abläufe, zum anderen die Konsolidierung des Haushaltes. Die Hochzeitsprämie durch die Fusion ist ein Licht am Ende des Tunnels, aber es bleiben vier Millionen Euro an Kassenkrediten übrig, die es abzubauen gilt. Und dann ist da noch die Abwasserproblematik der alten Gemeinde Lahstedt. Sie ist durch wechselnde Organisationsformen und Verantwortliche in der Entwicklung gehemmt. Chancen sehe ich beim Thema interkommunale Zusammenarbeit, zum Beispiel bei EDV, Beschaffungs- und Vergabewesen. In den Verwaltungen herrscht oft ein Kirchturmdenken vor, aber interkommunale Zusammenarbeit heißt nicht nur abgeben, sondern auch nehmen.

Was machen Sie in Ihrer Freizeit?
Ich kümmere mich um Haus und Garten. Nicht heimwerkermäßig, aber so, dass es ordentlich aussieht (lacht). Ich bin Mitglied in der Volksfestgemeinschaft und beim 1. FC Köln. In der Vergangenheit habe ich Volleyball gespielt.

Interview: Mirja Polreich

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