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Bürgermeister fordern bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen ein

Ilsede/Lahstedt/Lengede Bürgermeister fordern bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen ein

Auch im Peiner Südkreis wird am Tag nach der Bundestags-Wahlnacht über die Ergebnisse, ihre Gründe und ihre möglichen Konsequenzen diskutiert.

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Sprechen über den Wahlausgang (kleine Fotos von links oben): Wilfried Brandes, Klaus Grimm und Hans-Hermann Baas.

Quelle: Nancy Heusel

Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD) hofft dabei, dass es zu einer schnellen Regierungsbildung kommt. Einer Minderheiten-Regierung der CDU erteilt er dabei eine Absage. „Wir stehen vor großen Herausforderungen, da braucht es stabile Mehrheiten“, sagt Brandes. Er tippt deshalb auf eine Große Koalition zwischen CDU und SPD. Doch egal, wer schließlich ab wann in Berlin regiere, seine Forderungen macht der Ilseder Bürgermeister bereits jetzt deutlich. „Gerade in Sachen Bildung und frühkindlicher Betreuung brauchen wir eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen.“

Dem Peiner Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil traut Brandes übrigens durchaus zu, eine noch wichtigere Rolle in Berlin zu spielen - egal ob als Staatssekretär oder sogar als Minister. Und einen Kandidatenwunsch für die kommende Wahl in voraussichtlich vier Jahren hat Brandes auch schon. „Da wäre die nordrhein-westfälische Ministerpräsidentin Hannelore Kraft meine Favoritin.“

Lahstedts Bürgermeister Klaus Grimm (parteilos) überraschen die Bundestagsergebnisse in seiner Gemeinde wenig. Von den Mehrheiten habe sich nicht viel bewegt, fasst er zusammen. Weiterhin ist die SPD stärkste Partei in Lahstedt. Zwar konnten sowohl die Sozialdemokraten (von 38 auf 42,3 Prozent) wie auch CDU (von 28,2 auf 34,8 Prozent) gewinnen, ihr Abstand ist aber annähernd gleich geblieben. Was erhofft er sich von der kommenden Bundesregierung? „Die bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen sollte jetzt Thema beim Bund sein“, so Grimm. Vor allem bei Kita-Ausbau und -Ausstattung müsse der Bund helfen - egal welche Konstellation die nächste Regierung bildet.

Sehr zufrieden mit dem Verlauf der Wahl ist Rainer Röcken, Vorsitzender der CDU-Fraktion im Lahstedter Rat und Groß Lafferder Ortsbürgermeister. In seiner Ortschaft konnte die CDU fast 10 Prozentpunkte gewinnen (von 29,1 auf 37,4) und kam der SPD (39,3) dort gefährlich nah. „Das ist schon ungewöhnlich bei einer Bundestagswahl, auch wenn wir bei Kommunalwahlen hier immer stark sind“, so Röcken, der am Sonnabend selbst noch im Ort auf Stimmenfang war. Als Grund für den Sieg sieht er aber die starke Kanzlerin Angela Merkel, die auch auf internationalen Parkett eine sehr gute Figur mache. Der Lafferder glaubt übrigens, „dass es auf eine Große Koalition hinausläuft“.

Anderer Ansicht ist da Lengedes Bürgermeister Hans-Hermann Baas (SPD). „Ich schließe auch eine schwarz-grüne Koalition in Berlin nicht aus“, erklärt der Verwaltungs-Chef. Und das nicht nur, weil er von Großen Koalitionen nicht viel halte - er sieht zwischen CDU und Grünen auch einige thematische Überschneidungen. „Wie auch immer die Regierung letztlich aussieht, sie muss sich dringend um eine bessere finanzielle Ausstattung der Kommunen kümmern“, sagt Baas.

mu/sip

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