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Brandes: Fusion weiter möglich

Ilsede Brandes: Fusion weiter möglich

Das Thema Gemeinde-Fusion muss noch mal auf den Tisch – „und zwar sachlich“, sagt Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes (SPD). Lahstedts Politik hat eine Fusion erneut abgelehnt, unter anderem, weil Ilsede zu hohe Schulden habe. Tendenziell stehe der Ilseder Haushalt aber sogar besser als der Lahstedter da, meint Brandes.

Ilsede-Groß Ilsede . Die Enttäuschung kann Ilsedes Bürgermeister Wilfried Brandes nicht ganz verbergen, wenn er auf die Überschrift des PAZ-Artikels vom vergangenen Sonnabend schaut: „Ilsede hat einfach zu hohe Schulden“. Mit diesen Worten lehnte Manfred Tinius, Vorsitzender der Lahstedter SPD-Fraktion, die Ilseder Fusionswünsche strikt ab. „Das ist das gleiche Argument wie 2005“, sagt Brandes – damals war schon einmal die Fusion zwischen den beiden Südkreis-Gemeinden von Lahstedt abgelehnt worden. „Nur dass es heute nicht mehr so richtig zutrifft“, sagt der Bürgermeister.

Er will die Möglichkeit des Zusammengehens nicht einfach so aufgeben, immerhin bietet das Land fusionswilligen Gemeinden an, 75 Prozent der Schulden zu erlassen. Brandes will eine Versachlichung der Debatte.„Wir sollten ernsthaft diskutieren und nicht mit Halbwahrheiten Stimmung bei den Bürgern erzeugen.“ Man könne sich doch die Vorschläge des Landesregierung von den Fachleuten einmal anhören.

„Es mag zwar sein, das unsere absolute Schuldenzahl höher ist als die Lahstedts, doch zum Beispiel bei der Neuverschuldung 2010 haben wir 190 Euro pro Kopf, Lahstedt aber 210 pro Kopf“, rechnet Brandes vor. Auch bei den neuen Krediten liege Ilsede unter der Nachbargemeinde, die Steuerkraft sei in Ilsede dagegen höher. „Die Schulden steigen in Lahstedt in letzter Zeit schneller als in Ilsede.“

Der absolute Schuldenberg Ilsede von insgesamt 13,2 Millionen rühre nicht zuletzt aus der Zeit zwischen 1999 und 2004 her. „Damals ist unser Defizit von 650000 auf 7,9 Millionen gestiegen. Ab 2005 haben wir konsolidiert und bis 2008 nur auf 9,4 Millionen Euro erhöht.“ Wenn die Finanzkrise nicht dazwischengekommen wäre, hätte man Ende 2009 sogar einen ausgeglichenen Haushalt präsentieren können. Nun rechne man damit erst 2014, aber es gilt: „Unsere Zahlen stabilisieren sich!“

Brandes hofft auf ein Einlenken von Lahstedts Fraktionen. Er sieht es wie Lahstedts CDU-Mitglied Mario Wesche: „Jetzt können wir noch freiwillig gestalten, in einigen Jahren aber werden wir vom Land aus gestaltet“, meint Brandes. Als Vorteil bringe die Fusion neben der Schuldenentlastung auch Einsparungen bei den Verwaltungsaufgaben. Mehr Geld gebe es beim Finanzausgleich und Kreisaufgaben könnten übernommen werden. Ilsedes Bürgermeister will nun noch einmal beim Landrat Franz Einhaus (SPD) um Vermittlung zwischen den Gemeinde bitten. Denn: „Wir könnten gemeinsam offensiv gestalten!“

Simon Polreich

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