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Biogasanlage: Solschener haben Bedenken

Ilsede Biogasanlage: Solschener haben Bedenken

Solschen. Die geplante Biogasanlage bei Solschen hat eine weitere Minihürde genommen. Während seiner jüngsten Sitzung empfahl der Ortsrat den Flächennutzungsplan für die Anlage. „Schweren Herzens haben wir dafür gestimmt, obwohl der neue Standort etwas näher am Dorf liegt als der alte Standort“, erklärt Solschens Ortsbürgermeisterin Christa Strube (SPD).

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Nur zwei Orte weiter von Solschen steht bereits in Mehrum eine große Biogasanlage.

Quelle: Archiv

Eigentlich hatte der Solschener Landwirt Heinrich Schaper die Anlage im Norden der Ortschaft westlich der L 413 bauen wollen, doch die Untere Denkmalschutzbehörde des Landkreises Peine machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Denn an der ursprünglich geplanten Stelle habe die Behörde „nach Oberflächenfunden einen mittelalterlichen Siedlungsbereich lokalisiert“, wie es in einer Stellungnahme hieß. Da die weiteren Recherchen dieser Verdachtsfläche weder zeitlich noch finanziell abzuschätzen seien, hatte der Investor einen neuen Standort für die Biogasanlage vorgelegt.

„Ich finde es schon merkwürdig, dass einige Scherben auf einem Acker wichtiger sind, als Bedenken der Anwohner“, beschreibt Strube die Empfindungen sicherlich vieler Solschener. Denn am neuen Standort liegt die Anlage knapp 100 Meter näher am Dorf - vor allem die Anwohner empfinden dies als eine regelrechte Zumutung. Die Befürchtungen sind unter anderem: Erhöhtes Verkehrsaufkommen, Wertverlust der Häuser, Geruchsbelästigung durch Gülle sowie Störung von Ruhezeiten durch starke Ausleuchtung der Anlage.

Diesen Bedenken tritt die Gemeinde Ilsede entgegen. So sei laut Gutachten „die Geruchsbelastung als nicht erhebliche Belästigung einzustufen“, wie es in einer Bemerkung zur Stellungnahme der Anwohner heißt. Das Schallgutachten komme zu dem Schluss, „dass selbst bei dem maximalen Betriebszustand die für die Nachbarschaft anzusetzenden Immissionsrichtwerte unterschritten werden“.

All dies seien letztlich Gründe, weswegen man den neuen Standort dann doch empfohlen hat, erklärt Strube. „Außerdem ist mir eine Biogasanlage in der Nachbarschaft lieber als Atomstrom“, sagt die Ortsbürgermeisterin.

mu

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