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Besuch im Land „der vielen Gesichter“

Ilsede-Solschen Besuch im Land „der vielen Gesichter“

Solschen. Kuba verzeichnete bereits 3,6 Millionen Touristen in diesem Jahr, Tendenz steigend: Auch der Solschener Pastor im (Un-)Ruhestand, Eckehard Fröhmelt, machte sich mit 25 Mitreisenden auf den Weg in das Land „mit vielen Gesichtern“.

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Eckehard Fröhmelt interessiert sich für Oldtimer.

Quelle: oh

„Kuba, das war die traurige Sklaveninsel der schwerreichen Zuckerbarone und Rum-Destillateure, die Insel der spanischen Eroberer, die rücksichtslos die Indios ausrotteten“, sagt Fröhmelt.

Heute sei Kuba eine fruchtbare, üppig-grüne Lunge mit viel Zuckerrohr für den „Havana-Club“-Rum, Zitrusplantagen, Tabakfeldern, teuren Havanna-Zigarren und liebevoll gepflegten US-Oldtimern in schreienden Farben, beschreibt Fröhmelt, der auch an die Kubanische Revolution erinnert. „Che Guevara wurde zum Idol der 68er-Generation, in Kuba wird er noch heute auf vielen Großplakaten mit dem Slogan verklärt: ‚Hasta la victoria siempre‘ - „immer bis zum Sieg‘“, schildert der Ex-Pastor, der sich angesichts wöchentlicher Milchausgaben in den Dörfern an Familien mit Kleinkindern und Menschenschlangen an Läden und Cafés an seine DDR-Partnerschaftsbesuche zwischen 1975 und 1989 erinnert fühlte.

„Kuba“, schildert er, „das ist harte Armut der Bauern in den Bergen der Sierra Maestra, unweit Guantanamo-Stadt. Je weiter man nach Westen in die Städte kommt, desto besser geht es den Menschen.“ Doch gleichzeitig sei Kuba für ihn eine der „schönsten Inseln des blauen Planeten“ - weiße Sandstrände, Sonne, Städte mit Bauten im majestätischen Kolonialstil des 18. und 19. Jahrhunderts. Darüber hinaus gebe es auch ein großes Kulturangebot: Grandiose Paläste, Museen und Kirchen - und als Höhepunkt die Musikgruppen, die überall in den Städten spielen.

Fröhmelts Geheimtipp: „Havanna sollten sich Kuba-Reisende für den Schluss aufheben. Eine unsterblich schöne Stadt mit herrlich bunten Plätzen, viel Kultur, Musik und mit Menschen, die ganz schnell mit Fremden lachen und scherzen.“ Hemmingway lebte dort 20 Jahre und schrieb seine berühmte Erzählung „Der alte Mann und das Meer“. Ebenfalls empfehlenswert sei eine Übernachtungstour mit geführter Wanderung in den Regenwald der Sierra Maestra bei Contramaestre.

Fröhmelts Fazit: „Kuba heute ist grauer Alltag im Sozialismus und farbenfrohe Karibik. Hoffentlich bald auch mehr für die Kubaner selbst.“

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