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Bestürzung: „Die Rechte“ will demonstrieren

Groß Lafferde Bestürzung: „Die Rechte“ will demonstrieren

Groß Lafferde. Das Interesse, Flüchtlingen zu helfen, ist in der Gemeinde Ilsede groß.

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Flüchtlingen helfen, das wollen viele Menschen in der Gemeinde Ilsede: Groß ist daher die Bestürzung über die angekündigte Demo der Partei „Die Rechte“ am Asylbewerberheim Groß Lafferde.

Quelle: dpa

Groß Lafferde. Erst kürzlich wurde gemeinsam am Flüchtlingswohnheim in Groß Lafferde ein Fahrradunterstand gebaut, am Dienstagabend waren rund 100 Besucher beim Infoabend der Gemeinde, um zu erfahren, was sie selbst tun können, um die aus Kriegsgebieten Geflohenen zu unterstützen. Dass nun die Partei „Die Rechte“ aus Hildesheim am heutigen Donnerstag am Asylbewerberheim demonstrieren will (PAZ berichtete), hat für Bestürzung gesorgt.

„Das ist unerträglich“, sagt Stefanie Weigand. Die Ilseder Ratsfrau ist beteiligt am Peiner Bündnis für Toleranz, das heute ab 17 Uhr zur Gegendemonstration „Refugees welcome - Solidaritätskundgebung für Flüchtlinge im Landkreis Peine“ aufgerufen hat. „Hier sind alle demokratischen Menschen gefragt“, ruft sie zur Unterstützung auf.

Das sieht auch der stellvertretende Ortsbürgermeister von Groß Lafferde, Ingo Lüders, so. Er geht davon aus, dass nach der heutigen Sitzung des Verwaltungsausschusses der Gemeinde ein Großteil der politischen Vertreter anwesend ist.

Der Groß Lafferder Pastor Burkhard Kindler, der auch dem örtlichen „Runden Tisch für Asylbewerber“ angehört, sagt: „Diese Demonstration trifft die Falschen.“ Die Vorwürfe gegen die Asylbewerber, die man der Tierquälerei bezichtige, seien völlig absurd.

Ursprünglich wollte „Die Rechte“ direkt an der Bushaltestelle vor dem Asylbewerberheim an der B 1 demonstrieren, laut Auflagen des Landkreises Peine dürfen die angemeldeten 15 Teilnehmer dies aber „aus Gründen der Verkehrssicherheit“ nicht. Stattdessen wurde der Versammlungsort in den Einmündungsbereich des Gewerbegebietes verlegt.

Die Gegendemonstration, zu der etwa 100 Teilnehmer erwartet werden, findet auf der anderen Straßenseite, auf Höhe der alten Gaststätte statt.

Verbieten könne der Landkreis die Demo der Partei „Die Rechte“ nicht, verweist Dirk Hornemann, Fachbereichsleiter Ordnungswesen beim Landkreis, auf das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit. „Dafür müsste der Verdacht auf erhebliche Gefahren für die Öffentlichkeit vorliegen“, erklärt er.

Der Kreis hat noch weitere Auflagen erteilt: So darf laut Auskunft Hornemanns die B 1 von den Demonstranten nicht betreten oder überquert werden. Die Polizei überwacht vor Ort, dass die Auflagen eingehalten werden.

rd

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