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„Berliner Straße wird als Durchgangsstraße missbraucht“

Ilsede „Berliner Straße wird als Durchgangsstraße missbraucht“

Klein Ilsede. Große Unzufriedenheit herrscht insbesondere bei den Anliegern der Berliner Straße in Klein Ilsede: Seit die Ortsdurchfahrt gesperrt ist, nutzen viele Autofahrer unerlaubter Weise die Wohnstraße als Durchgangsstraße, um weite Umwege zu vermeiden.

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In der engen Berliner Straße reiht sich derzeit oft Auto an Auto, an einem Grundstück wurde die Mauer eingefahren.

Quelle: oh

„Ich habe mehrmals die Zahl der Fahrzeuge gezählt, die in einer Stunde an meinem Haus vorbei gefahren sind. Einmal bin ich auf fast 400 gekommen“, berichtet Bernd Borngräber, Anwohner und SPD-Ortsratsmitglied. Zudem seien viele zu schnell und hielten sich nicht an die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer.

„Aus unserer Sicht ist die Situation katastrophal und nicht hinnehmbar. Besonders ärgert viele Anwohner, dass sich der Eindruck aufdrängt, dass sich keine der involvierten Behörden - also weder die Gemeinde Ilsede noch der Landkreis Peine - ausreichend um das Problem kümmert“, macht Borngräber seinem Ärger Luft.

„Wir haben großes Verständnis für die Anlieger“, sagt der Bürgermeister-Vertreter Michael Take. Mitarbeiter seien regelmäßig vor Ort, beobachten die Situation und stehen in Kontakt zum Landkreis. „Mit der Verkehrsüberwachung haben wir aber nichts zu tun“, macht Take deutlich, der das eigentliche Problem in der Renitenz der Autofahrer sieht, die Schilder missachten und Baken einfach zur Seite schieben.

„In Klein Ilsede werden von uns gemeinsam mit der Polizei in unregelmäßigen Abständen Kontrollen durchgeführt“, beschreibt Kreis-Sprecher Henrik Kühn die Reaktion des Landkreises auf die Situation. „Am 30. August beispielsweise hat die Polizei Ilsede mit unseren Kollegen der Verkehrsüberwachung in der Zeit von 9 Uhr bis 11 Uhr das Einhalten des Durchfahrtverbotes für Nicht-Anlieger in Klein Ilsede kontrolliert. Ergebnis: 30 Fahrzeugführer wurden gebührenpflichtig verwarnt. Das Regel-Verwarnungsgeld liegt hier bei 20 Euro“, sagt Kühn.

Geschwindigkeits-Messungen des Landkreises seien wegen der örtlichen Gegebenheiten technisch nicht möglich, es seien keine verwertbaren Ergebnisse zu erzielen.

Natürlich werde registriert, dass viele Klein Ilseder die Kontrollaktionen sehr begrüßen und sich vermehrte Präsenz wünschen. „Um die Nachhaltigkeit zu gewährleisten, werden wir die Überprüfungen wiederholen“, sichert Kühn zu. „Wir bitten aber um Verständnis, dass unsere und die Präsenz der Polizei bei Verkehrssicherheitsmaßnahmen auch andernorts erforderlich ist“, sagt er.

Ortsbürgermeister Burzig reagiert auf Vorwürfe

Missverstanden fühlt sich Klein Ilsedes Ortsbürgermeister Reinhard Burzig (SPD), der in den vergangenen Tagen zum selben Thema (siehe oben) häufig auf den Bericht in der PAZ-Ausgabe am 31. August angesprochen wurde.

Er nimmt dazu Stellung: „In dem Artikel über die Ilseder Großbaustellen wurde berichtet, dass die zuständige Landesbehörde davon ausgehe, dass die Arbeiten für den Ausbau der B444 in Klein Ilsede ,planmäßig bis Weihnachten 2016‘ abgeschlossen sein sollen. Im gleichen Artikel hieß es, dass ich ,dementsprechend nur kleinere Probleme‘ sehen würde. Dies wurde von einigen Betroffenen so interpretiert, dass ich das erhöhte Verkehrsaufkommen, besonders in der Berliner Straße, als ,kleines Problem‘ gemeint habe. Dies entspricht nicht den Tatsachen.

In dem Gespräch mit der PAZ hatte ich die Hoffnung und Zuversicht auf eine planmäßige Fertigstellung geäußert, da bei den Arbeiten bisher ,nur kleinere Probleme‘ aufgetreten waren.

Die Zustände in der Berliner Straße hatte ich ausdrücklich als unerträglich für die Anlieger kritisiert und Kontrollen, einschließlich Geschwindigkeitskontrollen eingefordert. Dies hatte ich in den vergangenen Wochen bei vielen Gelegenheiten gegenüber der Gemeinde, dem Landkreis (einschließlich des Landrates) und der Polizei ebenso getan.

Die Zustände stellen für die Anlieger eine extreme Beeinträchtigung dar. Neben der Forderung weiterer Kontrollen appelliere ich vor allem an die auswärtigen Verkehrsteilnehmer, das Durchfahrverbot zu befolgen. Die Grenzen der Belastbarkeit der Anlieger der Berliner Straße sind mehr als erreicht.“

von Kerstin Wosnitza

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