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Automobiles Schaulaufen der BMW-„Jünger“

Ilsede Automobiles Schaulaufen der BMW-„Jünger“

Ilsede. Was der einen ihr „Thermomix“ mit Vollausstattung, ist dem anderen sein BMW in Glanz und Gloria: Beide erreichen mühelos Höchstdrehzahlen, werden laut und heiß und machen ihre Besitzer glücklich. „Solange Haus und Haushalt funktionieren, steht meine Frau hinter meinem BMW-Hobby.“, erzählt Patrick Fässler, der am Samstag zum 15. BMW-Treffen in Groß Ilsede mit seinem pustagrünen „Modell E 21“ aus dem Baujahr 1982 an der Gebläsehalle eingetroffen ist.

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Chorkonzert und bunter Zirkus lockten Besucher

BMW-Treffen: Der BMW-Club Peine hat die Veranstaltung rund um die Ilseder Gebläsehalle organisiert.

Quelle: Isabell Massel

Das Auto ist damit gerade mal ein Jahr jünger als der BMW-„Jünger“, der sich in den Hochglanz-Motorteilen spiegelt.

Derweil glänzt in der Warteschlange zum Bewertungsauftritt der Lack geduldig liebevoll gepflegter BMWs unterschiedlicher Generationen und Modelle im Sonnenschein, entspannte Fahrer führen Benzingespräche, Beifahrerinnen schießen BMW-Selfies. Zum Fahrerlager gehört auch Christin Fischbach aus Salzgitter mit ihrem hübsch herausgeputzten Schätzchen in „Rosa-Mädchenfarbe“ - natürlich abgestimmt auf Garderobe und Nagellack. Markus Labenz vom Peiner BMW-Club, ist einer von acht „Bewertern“, spezialisiert auf die „E 30“ und „E 21“-Fabrikate, die von 1978 bis 1994 vom Band liefen. Gepflegt-makellosen Original-Lack erkennt er sofort, scheint mit jeder Schraube auf du und du und findet reflexartig Roststellen („absolutes Ausschluss-Kriterium“).

Der hat beispielsweise bei Andrè Meyers Cabrio keine Chance. Als sein Vater das Auto kaufte, war Andrè 15, nun ist er 20 Jahre älter und will „die Diva“ einst seinem Sohn vererben - wenn er denn mal einen habe, sagt er und lacht. Während vor Hunderten Gästen einige Freunde der rustikalen Geräuschentwicklung messen lassen, ob und wie heftig ihre Auspuffanlage das menschliche Gehör überfordert (der Lauteste hat mit 117 Dezibel bei Vollgas gewonnen), wirkt das Gelände um die Gebläsehalle wie eine Mischung aus Familientreffen und Direktionsparkplatz: Hier wird geputzt, da werden Fahrzeugteile liebkost, Grüppchen versammeln sich auf Campingmobiliar rund um ihre fahrbaren Familienmitglieder, dunkle Equipagen mit Dienstfahrzeug-Charakter neueren Baujahres wirken irgendwie distanziert.

Jan Den Hoed zuckelt gerade als Fahrer seines roten „E 36“ zur Bewertungsstelle, an einer Deichsel hängt das Heckteil eines Rest-BMW. „Mein Auto interessiert niemanden“, klagt der 28jährige Speditionskaufmann aus Hamburg augenzwinkernd. Passagiere dürfe er mit dieser Art Rikscha, Rest seines Vorgänger-Autos, nicht befördern. Mit geschlossenem Cabrio-Verdeck sei das Unikum aber beispielsweise ein kreativer fahrbarer Strandkorb. TÜV? Alles ok!

Ok, aber ein bisschen umständlich, findet Ulrich Krause aus Bad Nenndorf den baustellenbedingten Umweg nach Groß Ilsede, während er mit seinem 36 Jahre alten „520er“ mit der Bemalung der damaligen Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft („sehr selten!“) auf seinen Auftritt wartet.

Kurios: Wie viele der anderen hier versammelten BMW-Enthusiasten fahre auch er „normaler Weise“ alltags ein „ganz normales Auto“.

uj

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