Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Außerordentliche Stimmkraft: Schwarzmeer-Kosaken in Solschener Kirche

Solschen Außerordentliche Stimmkraft: Schwarzmeer-Kosaken in Solschener Kirche

Solschen. „Ich glaube, die zehren inzwischen ganz schön von ihrer Vergangenheit“, äußerte sich ein Konzertbesucher beim Verlassen der Solschener St.-Pancratii-Kirche anerkennend und doch zugleich kritisch. Dort standen die Schwarzmeer-Kosaken mit ihrem Leiter Peter Orloff, der versuchte, den nach Konzertende nicht so recht in Schwung kommenden CD-Verkauf durch das Signieren der Tonträger anzukurbeln.

Voriger Artikel
Ein Stückchen vom Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Bülten
Nächster Artikel
Neue Paramente für die Klein Ilseder Kirche

Die Schwarzmeer-Kosaken mit ihrem Leiter Peter Orloff traten in der Solschener St.-Pancratii-Kirche auf.

Quelle: im

Jene Ambivalenz kennzeichnen auch das Souvenir-Programmheft, das in seinem „Pressespiegel der Gegenwart“ ausschließlich die Jahre 2000 bis 2008 erwähnt, und nicht zuletzt das gesamte Konzert, für das der Ilseder Kulturverein das seit gut 75 Jahren bestehende und bis vor acht Jahren auch tatsächlich in Chorstärke auftretende Ensemble gewinnen konnte. Solschens Pastorin Irmtraud Schliephake begrüßte die Sänger herzlich, die sich mit annähernd 50 Konzerten (einmal in Mertert, sonst alle in Deutschland) zurzeit wieder auf Europa-Tournee befinden und dabei inzwischen in Kleinwusterwitz, Mespelbrunn und nun auch in Solschen gastieren.

Seit eh und je enthält das Programm die Klassiker der russisch-orthodoxen Liturgie und russischen Folklore - und dies mit Zusätzen (Schubert und Verdi) sowie in einer Zusammenstellung, der die schlüssige Struktur und der innere Leitfaden fehlen. Es sei denn, man nimmt die außerordentliche Stimmkraft aller einzelnen Sänger, die in der Tat begeistert und sich durch alle Beiträge hindurchzieht.

Pastorensohn Peter Orloff, der in jungen Jahren seine Karriere als Mitglied der Schwarzmeer-Kosaken begonnen, dann als erfolgreicher Schlagersänger das Metier gewechselt hat, leitet die Vokalgruppe inzwischen seit 1993. In dieser Funktion ist er, der solistisch eher in die zweite Reihe verdrängt wurde, stolz auf sein Ensemble, in dem in der Tat „jeder Sänger ein Solist“ ist. Doch eine begeisternde Gruppe von Solisten verbreitet nicht immer auch einen gerade im Ansatz homogenen Chorklang, wenngleich die scheinbar atemlos im Piano-Background schwingenden Klangteppiche frappieren.

Die Solisten waren und sind das bewundernswerte Aushängeschild des Ensembles: So im vokalen Bereich der Soprano Igor Ishchak mit seinem hingebungsvollen, großartig ausgebildeten Timbre (wunderbar auch in der Zugabe „Guten Abend, gute Nacht“), die Tenöre mit ihrem neuen Star Vladimir Kuzmenko, der noch vor zwei Jahren sicher auch die ganze Staatsoper in Stuttgart schon zum Vibrieren gebracht hat, und nicht zuletzt der stellvertretende Leiter und Bassist Stefan Arininsky, dessen rundes Volumen nicht zu übertreffen ist.

Die instrumentale Begleitgruppe mit Korrepetitor Ilya Kurtev am Bajan, einem Knopfakkordeon, und Irina Kripakova an der lautenartigen Domra begeisterten besonders in einem insgesamt letztlich doch beeindruckenden Konzert.

hl

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung